Rinder aus Ungarn, ein Flughafen in Oberösterreich, eine mexikanische Airline und ein Ziel in Asien: Diese Transportkette sorgt für heftige Kritik. Insgesamt rund 800 Tiere werden laut den Grünen offenbar über den Linzer Airport nach Turkmenistan geflogen. Auch der Flughafen reagierte schon auf die Aufregung.
Jetzt bekommt FP-Landesrat Günther Steinkellner Post: Der grüne Tierschutzsprecher Rudi Hemetsberger hat am Donnerstag eine schriftliche Anfrage eingebracht. "Wenn hunderte Rinder in einen Flieger nach Asien geschoben werden, wirft das nicht nur ein schiefes Licht auf den Linzer Airport", kritisiert er. Das werfe auch etliche Fragen an die verantwortliche Politik auf.
"Vier Länder, tausende Straßen- und Flugkilometer, Drehscheibe Linz und vor allem hunderte eingepferchte Rinder", fasst Hemetsberger seine Kritik zusammen. Er will wissen, ob hinter den umstrittenen Transporten mehr steckt: "Wir wollen hinter diesen Fall blicken und herausfinden, ob diese Flüge gar ein konstantes Geschäftsmodell am Airport sind."
Dafür verlangen die Grünen konkrete Zahlen: Wie viele lebende Tiere wurden in den Jahren 2021 bis 2025 und heuer über den Flughafen transportiert? Woher kamen sie, wohin wurden sie gebracht – und für welchen Zweck?
Auch die Kontrollen sollen offengelegt werden: Welche Behörden waren beteiligt, wie liefen die Überprüfungen ab und wie viele Beanstandungen gab es? Zum aktuellen Transport nach Turkmenistan soll Steinkellner ebenfalls Auskunft geben. Hemetsbergers Forderung: "Es darf kein Tierleid geben, auch nicht über den Wolken."
Besonders in die Pflicht nimmt er das Land: "Das Land OÖ hält künftig 100 Prozent am Flughafen, ist Alleineigentümer und damit verantwortlich, welche Geschäfte der Flughafen macht", betont der Abgeordnete. "Ein landeseigener Flughafen darf keine Drehscheibe für sinnlose und grausame Tiertransporte sein."