Bereut er bis heute

Robert Kratky: "Hätte mir die Zeit nehmen können"

Kratky hat in seiner Radiokarriere vieles erlebt. Doch eine Sendung sollte alles andere überschatten. In seiner Biografie spricht er nun darüber.
Heute Entertainment
24.09.2026, 07:12
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Die Bindung zwischen Robert Kratky (53) und seiner Mutter Ingeborg war besonders eng. Sie war sein größter Fan, sein emotionaler Rückhalt und begleitete seine Karriere mit Stolz. 2015 starb sie nach einer Krebserkrankung. In seiner Biografie "Kratky" (seit 22. September im Handel) erzählt der Moderator nun sehr persönlich von ihren letzten Tagen.

Kurz vor ihrem Tod konnten sich Mutter und Sohn noch voneinander verabschieden. "Meine Mutter und ich haben uns wirklich voneinander verabschieden dürfen. Wir hatten ein wunderschönes letztes Gespräch." Wenige Tage später wachte Kratky um drei Uhr morgens auf, 15 Minuten vor seinem Wecker. "Ich war schlagartig hellwach und mir ganz sicher, dass die Mutti gestorben ist." Er sollte recht behalten, genau in dieser Nacht war sie verstorben.

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Bis heute bereut Kratky, dass er sich damals nicht von der Arbeit freigenommen hatte. "Ich hätte mir den Luxus erlauben können, zu sagen, ich nehme mir so viel Zeit, wie ich brauche, und habe es nicht getan." Bereits am Tag nach ihrem Tod stand er wieder im Ö3-Studio und moderierte den Wecker.

Er sprach schließlich öffentlich im Radio mit ganz Österreich über den Verlust. "Ich habe für diesen Moment das Team aus dem Studio geschickt, das Mikrofon geöffnet und den Menschen erzählt, dass meine Mutter gestorben ist." Für Kratky war es die schwierigste Moderation seiner Laufbahn.

Dabei erfüllte er auch einen letzten Wunsch seiner Mutter. Sie wollte sich bei Ärzten und Pflegepersonal bedanken lassen und noch einmal den "Alabama Song" von The Doors hören, einen ihrer Lieblingssongs. Der Moment veränderte Kratky nach eigenen Worten auch als Moderator nachhaltig.

red,24.09.2026, 07:12
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