Formel-1-Aufreger

Sabotage von Red Bull – darum geht es im Klebe-Eklat

Auf der Rennstrecke ist Red Bull aktuell auf der Überholspur. Aber eine Sabotage-Aktion vor dem Grand Prix der USA sorgt für Schlagzeilen.
Sport Heute
21.10.2025, 20:27
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Vierfach-Weltmeister Max Verstappen trumpfte am Sonntag auf. Der niederländische Red-Bull-Star feierte seinen dritten Sieg aus den letzten vier Rennen und katapultierte sich mit einem Schlag zurück in den Kampf um den Fahrer-WM-Titel. Sein Rückstand auf den WM-Führenden Oscar Piastri (McLaren) schrumpfte auf 40 Punkte – das ist zwar immer noch viel, aber beim britischen Rennstall scheinen die Nerven zu flattern.

Das förderte Red Bull auch mit einem Sabotageversuch unmittelbar vor dem Grand-Prix-Start, der den Bullen eine Geldstrafe in der Höhe von 50.000 Euro einbrachte, die Hälfte davon wurde vorerst zur Bewährung ausgesetzt. Das Team war bestraft worden, weil ein Teammitglied die Strecke vor dem Start verlassen hatte, aber während der Einführungsrunde wieder betrat und somit den Anweisung des Streckensicherungspersonals nicht Folge leistete. Den Rennkommissaren zufolge habe der Red-Bull-Mann "nicht reagiert", als die Marshalls versuchten, ihn vom Betreten der Strecke abzuhalten.

Red-Bull-Mann wieder auf der Strecke

Während der Anhörung hatte der Teamvertreter der Bullen erklärt, dass der Mitarbeiter gesagt habe, er habe nichts von den Versuchen der Streckenposten, ihn aufzuhalten, bemerkt. Die Rennkommissare betonten allerdings, dass jeder Person aus dem Fahrerlager klar sein müsse, dass ein derartiges Betreten der Strecke verboten sei. Deshalb wurde die Strafe verhängt.

Red Bulls Teamchef Laurent Mekies hatte von einem "Missverständnis" gesprochen. "Wir haben mit unseren Leuten geredet, sie sind sich sehr sicher, dass sie die Anweisungen der Streckenposten stets befolgt haben. Wir haben nicht das Gefühl, Anweisungen ignoriert zu haben", so der Red-Bull-Boss weiter.

"Tapegate"

Mittlerweile hat der Vorfall bereits den Namen "Tapegate" erhalten. Denn die Absicht, warum der Mitarbeiter noch einmal kurz auf die Startaufstellung wollte, ist klar: Es ging um einen silberfarbenen Klebestreifen, den er entfernen sollte. Diesen Streifen klebt das McLaren-Team stets an der Wand direkt neben dem Startplatz von Norris auf. An diesem Klebestreifen kann sich der Formel-1-Star dann orientieren, so soll vermieden werden, dass der WM-Zweite zu weit vorne in seiner Startbox steht und damit einen Fehlstart riskiert.

Mehreren Medienberichten zufolge soll es aber nicht zum ersten Mal zu einen derartigen Sabotageakt von Red-Bull-Teammitgliedern gekommen sein. Bereits mehrmals sollen die Bullen-Mitarbeiter den Klebestreifen entfernt haben. Die FIA habe sich dafür als nicht zuständig erklärt. Weder das Anbringen des Streifens, noch das Entfernen desselbigen, ist im Regelbuch der Formel 1 festgehalten.

Psycho-Krieg hat begonnen

Doch warum würde man das Norris-Tape entfernen? Das ist ganz klar psychologische Kriegsführung. Norris, ein Konkurrent um den Formel-1-Titel, soll damit verunsichert werden. Es sind Spielchen der Red-Bull-Box, um den gerade im WM-Kampf so unerfahrenen Briten zu verunsichern.

In Austin soll McLaren jedenfalls eine neue Version des Klebestreifens verwendet haben, dieser sei mittlerweile wesentlich schwerer abzulösen und hinterlasse dabei auch Spuren an der Mauer. An diesen könne sich Norris dann ebenso orientieren.

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