Schwere Vorwürfe

Salzburgs LSE-Chef freigestellt – jetzt spricht Behörde

Am Dienstag wurde Salzburgs oberster Staatsschützer vom Dienst freigestellt. Seitens der Behörde spricht man von "schwerwiegenden Sachverhalten".
Newsdesk Heute
28.01.2026, 12:48
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Polizei-Paukenschlag in Salzburg! Am Dienstag wurde bekannt, dass der Leiter des Landesamts für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE), Georg Angerer, vorläufig suspendiert wurde. In einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" war von "dienstbetrieblichen Ungereimtheiten" die Rede.

Demnach sollen sich Mitarbeiter über die Personalentscheidungen und die Führungsqualitäten ihres Chefs beschwert haben. Gegenüber der Zeitung sprach eine mit den Vorgängen vertraute Person von Mobbing.

Angerer wittert "Intrige"

Und was sagte der Beschuldigte? Dieser zeigte sich überrascht. Angerer sei immer bemüht gewesen, "das Beste für den Dienstgeber, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Sicherheit der Bevölkerung zu geben". Die nunmehrige Freistellung habe ihm "den Boden unter den Füßen weggezogen", sagte der in Ungnade gefallene LSE-Chef gegenüber den "SN".

Im Gespräch mit der "Krone" legte Angerer noch einmal nach. Er sei sich keiner Schuld bewusst und wittere eine "Intrige" gegen ihn. Über den Umgang mit ihm sei Angerer entsetzt.

"Strafrechtlich relevante, Sachverhalte"

Am Mittwoch hat sich nun auch das LSE Salzburg in einer Aussendung zu der Causa geäußert. Man wolle damit "weiteren Spekulationen" vorbeugen. Demnach habe es eine "zweistellige Anzahl schriftlicher Eingaben von Bediensteten" gegeben. Diese würden "schlüssige und schwerwiegende, mitunter strafrechtlich relevante, Sachverhalte beinhalten".

Die "primär auf die Personalführung des LSE-Leiters abstellenden Vorwürfe" seien mitunter von einer externen Institution ärztlich geprüft worden. Besonders brisant: Die Auswirkungen auf "zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" würden dadurch belegt werden, hieß es weiter.

Alle "strafrechtlichen Aspekte" seien "im Sinne einer neutralen und objektiven Prüfung, dem Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK)" übertragen worden. Der Dienstbetrieb im LSE soll weiterhin uneingeschränkt gewährleistet werden. Dafür sollen nun vorläufig eine "erfahrene Juristin" und ein "Offizier" zuständig sein. Sie werden dabei eng vom stellvertretenden Landespolizeidirektor Burghard Vouk begleitet.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 28.01.2026, 13:11, 28.01.2026, 12:48
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