Samsung erweitert seine Monitor-Familie für 2026 und setzt dabei vor allem auf höhere Auflösungen, schnellere Bildraten und größere Unterschiede zwischen Gaming- und Arbeitsgeräten. Im Mittelpunkt der neuen Produktreihe steht die nächste Generation der Odyssey-Gaming-Monitore. Besonders auffällig: Samsung bringt mit dem Odyssey G8 erstmals einen Gaming-Monitor mit 6K-Auflösung auf den Markt. Gleichzeitig sollen neue OLED-Modelle sowie neue ViewFinity-Bildschirme für den Arbeitsalltag ein breiteres Publikum ansprechen.
Der Hersteller kündigte die weltweite Verfügbarkeit der neuen Geräte bereits an. In Österreich sollen die neuen Monitore ab dem 8. Juni bestellt werden können. Samsung verweist dabei auch auf seine aktuelle Position am Markt. Laut Zahlen der International Data Corporation halte das Unternehmen derzeit einen Umsatzanteil von 18,9 Prozent im Gaming-Monitor-Segment. Bei OLED-Gaming-Monitoren liege Samsung laut IDC mit 26 Prozent Marktanteil bereits das dritte Jahr in Folge an der Spitze.
Hun Lee, Executive Vice President der Visual-Display-Sparte bei Samsung Electronics, erklärte dazu: "Mit der Einführung der neuesten Odyssey- und ViewFinity-Produktreihen setzen wir weiterhin neue Maßstäbe in Sachen Leistung und Bildqualität." Gleichzeitig wolle man den Zugang zu diesen Technologien erweitern, damit mehr Nutzer die Geräte sowohl beim Spielen als auch im Berufsalltag einsetzen könnten. Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt der neue Odyssey G8 mit der Modellnummer G80HS.
Der 32-Zoll-Monitor soll laut Samsung der erste Gaming-Monitor der Branche mit 6K-Auflösung sein. Damit geht das Unternehmen deutlich über den bisher üblichen 4K-Standard hinaus. Samsung verspricht dadurch schärfere Bilder und mehr Platz auf dem Bildschirm – nicht nur beim Spielen, sondern auch beim gleichzeitigen Arbeiten mit mehreren Anwendungen. Der Bildschirm erreicht laut Hersteller eine Bildwiederholrate von 165 Hertz bei voller 6K-Auflösung. Wer mehr Geschwindigkeit statt maximaler Auflösung möchte, kann den Dual-Modus nutzen.
Dann sind bis zu 330 Hertz bei 3K-Auflösung möglich. Samsung richtet sich damit sowohl an Spieler, die möglichst flüssige Bewegungen wollen, als auch an Nutzer, die besonderen Wert auf Bilddetails legen. Auch das 27-Zoll-Modell der Odyssey-G8-Reihe setzt auf hohe Werte. Der Odyssey G8 G80HF unterstützt laut Samsung eine 5K-Auflösung mit 180 Hertz. Im Dual-Modus seien sogar bis zu 360 Hertz bei QHD-Auflösung möglich. Samsung sieht den Bildschirm deshalb sowohl für klassische Einzelspieler-Titel als auch für schnelle Online-Spiele geeignet.
Einen anderen Schwerpunkt setzt wiederum der neue Odyssey OLED G8. Dieses Modell erscheint in 27 Zoll und 32 Zoll und nutzt ein OLED-Panel mit 4K-Auflösung und 240 Hertz. Samsung integriert hier auch eine entspiegelte Oberfläche. Die sogenannte Glare-Free-Technologie soll störende Reflexionen reduzieren, ohne die Bildqualität des OLED-Panels sichtbar zu verschlechtern. Außerdem verbaut Samsung bei diesem Modell USB-C-Anschlüsse mit bis zu 98 Watt Ladeleistung.
Nutzer können damit etwa Notebooks direkt über den Monitor laden. Im Inneren arbeitet die neue QD-OLED-Penta-Tandem-Technologie. Laut Samsung verbessere sie Effizienz, Haltbarkeit und Helligkeit der Displays. Das 32-Zoll-Modell erhielt zudem die Zertifizierung "VESA DisplayHDR True Black 500". In der gesamten Odyssey-G8-Reihe setzt Samsung auf DisplayPort 2.1. Die höhere Bandbreite soll moderne Grafikausgabe mit hohen Auflösungen und Bildraten ermöglichen.
Unterstützt werden außerdem AMD FreeSync Premium und NVIDIA G-Sync Compatible. Beide Technologien sollen Bildruckler und störende Verzögerungen reduzieren. Zusätzlich integriert Samsung HDR10+ Gaming, das Helligkeit und Kontrast während des Spielens dynamisch anpassen kann. Neben den G8-Modellen erweitert Samsung auch die günstigere Odyssey-G7-Serie. Der neue Odyssey OLED G7 mit der Modellnummer G73SH besitzt ein 32-Zoll-OLED-Panel mit 4K-Auflösung und 165 Hertz.
Im Dual-Modus sind bis zu 330 Hertz bei Full-HD-Auflösung möglich. Die Reaktionszeit gibt Samsung mit 0,03 Millisekunden an. Gerade bei schnellen Multiplayer-Spielen könne das laut Hersteller Vorteile bringen. Samsung versucht mit diesem Modell offenbar auch Nutzer anzusprechen, die bisher keinen OLED-Gaming-Monitor gekauft haben. Der Konzern spricht selbst davon, seine OLED-Technologie damit einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Gleichzeitig soll die eigene Position im OLED-Gaming-Bereich weiter gestärkt werden.
Nicht nur Spieler sollen bei der neuen Generation angesprochen werden. Samsung erweitert auch die ViewFinity-S8-Reihe für professionelle Nutzer. Die Geräte richten sich etwa an Menschen, die mit vielen Fenstern gleichzeitig arbeiten oder große Datenmengen bearbeiten. Das größere Modell trägt die Bezeichnung ViewFinity S8 S85TH und bietet ein gebogenes 40-Zoll-WUHD-Display mit 144 Hertz. Samsung integriert hier Thunderbolt 5. Dadurch sind laut Hersteller Datenübertragungen mit bis zu 80 Gbit pro Sekunde möglich.
Geräte können außerdem mit bis zu 140 Watt geladen werden. Die Funktion "Easy Connection" soll die Verbindung zwischen mehreren Geräten vereinfachen. Daneben bringt Samsung auch einen kleineren 27-Zoll-Monitor der Reihe auf den Markt. Der ViewFinity S8 S80HF bietet 5K-Auflösung und setzt auf USB-C für Datenübertragung und Stromversorgung. Samsung hebt dabei besonders das ergonomische Design hervor, das längeres Arbeiten angenehmer machen soll. Gleichzeitig positioniert das Unternehmen das Modell als günstigeren Einstieg in 5K.
Mit der neuen Monitor-Reihe versucht Samsung sichtbar, unterschiedliche Zielgruppen gleichzeitig anzusprechen. Während die Odyssey-Modelle vor allem auf Spieler mit hohen Ansprüchen zielen, sollen die ViewFinity-Geräte den Alltag im Büro oder Homeoffice erleichtern. Auffällig ist dabei vor allem, wie stark die Unterschiede bei Auflösung und Bildrate inzwischen geworden sind. Noch vor wenigen Jahren galten 4K und 144 Hertz als Ausnahme im Gaming-Bereich. Jetzt spricht Samsung bereits von 6K und bis zu 360 Hertz.