Der deutsche Kult‑Rockstar Herbert Grönemeyer brachte bei seinem Wien‑Gig am Donnerstag nicht nur die Stimmen, sondern auch die Gemüter seiner Fans gehörig zum Kochen – und zwar weit über die Musik hinaus. Grönemeyer, normalerweise bekannt für emotionale Songs und berührende Balladen, nutzte die Bühne in Wien für eine leidenschaftliche politische Botschaft. Mit zornigen Worten wetterte er gegen "die Rechten", forderte, sie sollten in ihre "Löcher verschwinden" – und blieb dabei nicht leise.
Viele Besucher waren sichtlich irritiert, manche sogar wütend über den unverhofften "Polit‑Monolog" zwischen den Hits. "Ich werde bald 70 und hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Leben noch einmal für die Demokratie eintreten muss", so Grönemeyer unter großem Applaus einiger Fans. Gleichzeitig forderte er ein Ende von Hetze und "furchtbarem rechtem Geschwafel". Doch nicht alle gingen mit der politischen Betonung konform. Besonders einem prominenten Konzertbesucher, dem Politikberater Stefan Petzner, platzte der Kragen.
Petzner fühlte sich mehrfach provoziert, wie er in den sozialen Netzwerken und in der "Kronen Zeitung" kund tat – vor allem, als Grönemeyer das deutsch‑türkische Lied "Doppelherz" Migranten widmete und "Allen Migranten!" dazu sagte. Für Petzner ein Affront: "Zum Zahlen der teuren Tickets sind wir gut genug, aber gesungen wird für Migranten?" zeigte er sich empört. Sein Fazit: Die Aussage, "die Rechten sollten verschwinden", sei eine pauschale Diffamierung. Petzner fragte zudem spöttisch, in welche "Löcher" Grönemeyer diese denn stecken wolle.
Im Netz ging der Zündstoff weiter. User fühlten sich "verarscht", weil sie statt eines Konzerts eine politische Rede serviert bekamen. Ein empörter Fan schrieb: "Eigentlich total mies, wenn man für Konzert bezahlt und dann linke Parolen hört." Petzner ergänzte später bissig: Er habe das Konzert zwar nicht verlassen, aber dennoch Protest geübt: "Ich verließ demonstrativ den Saal. Und das so auffällig wie möglich und für alle so sichtbar wie möglich." Und: "Ich ging und kam erst wieder als Grönemeyer mit seinen Hetztiraden gegen rechts fertig war."