Medikamentenengpass in Österreich: Aktuell kommt es bei bestimmten Arzneimitteln zu Lieferengpässen. Die Situation sei angespannt, wird seitens der Österreichischen Apothekerkammer betont. Gleichzeitig versucht man jedoch zu beruhigen. Man habe bereits ausreichend Erfahrung mit der Situation.
"Lieferengpässe begleiten uns seit vielen Jahren, sie sind ein gesamteuropäisches Phänomen, das in Wellenbewegungen auftritt. Österreichs Apothekerschaft weiß damit umzugehen", versichert die Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Ulrike Mursch-Edlmayr.
Man könne das Auftreten von Arzneimittel-Lieferengpässen nicht stoppen, jedoch würde die Erfahrung der Apotheker verhindern, dass Lieferengpässe nicht gleich Versorgungsengpässe bedeuten. Die heimischen Apotheken seien hier als "Orte der Problemlösung" zu betrachten, heißt es in einer Aussendung.
Dies würde auch eine aktuelle Umfrage untermauern. So würden 84 Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung ab 18 Jahren der Meinung sein, dass "Apotheken dazu beigetragen, dass es bei Arzneimittel-Lieferengpässen bisher nicht zu einem großen Chaos in der Versorgung gekommen ist".
Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die ApoApp der Apothekerkammer die Medikamentensuche für Patienten mittlerweile verbessert hat. So könnten Nutzer gezielt und einfach die nächstgelegene Apotheke finden, in der das gesuchte Medikament verfügbar sei.
Sollte ein Medikament mal nicht verfügbar sein, werde "in der Apotheke vor Ort immer eine individuelle Lösung gefunden", verspricht Mursch-Edlmayr. Gerade bei der aktuellen Schneesituation sei die Erleichterung bei der Medikamentenbeschaffung umso wichtiger, betont man seitens der Apothekerkammer.