Rinder notgeschlachtet

Schlachthöfe gehen über, auch Tiefkühllager randvoll

Die anhaltende Dürre hat katastrophale Folgen. Weil Futter knapp wird, landen massenhaft Rinder in den Schlachthöfen – und auch die Lager sind voll.
Newsdesk Heute
07.08.2026, 17:44
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Die anhaltende Trockenheit sorgt in Österreich für eine ungewöhnliche Entwicklung am Fleischmarkt. Weil auf vielen Betrieben das Futter knapp wird und Weiden austrocknen, sehen sich zahlreiche Landwirte gezwungen, ihre Rinder früher als geplant zum Schlachthof zu bringen. Dort trifft nun eine regelrechte Welle an Tieren ein.

Beim Linzer Schlachtbetrieb Handlbauer ist die Situation deutlich spürbar. Gegenüber der APA erklärt das Unternehmen, derzeit würden täglich rund doppelt so viele Tiere angeliefert wie unter normalen Marktbedingungen. Die große Zahl an Schlachtrindern bringt den Betrieb zunehmend an seine Grenzen.

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Vor allem im Sommer sei der Absatz von frischem Rindfleisch begrenzt. Die zusätzlichen Mengen könnten nicht zeitnah verkauft werden und müssten daher eingefroren werden. Genau das werde nun zum Problem. Die Tiefkühllager seien bereits überdurchschnittlich stark ausgelastet und teilweise an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen.

Einfrieren mindert Fleischwert massiv

Hinzu kommt, dass viele Betriebe derzeit mit einer urlaubsbedingt dünnen Personaldecke arbeiten. Die Kombination aus außergewöhnlich vielen Anlieferungen und eingeschränkten Kapazitäten stelle die Schlachtbetriebe vor große organisatorische Herausforderungen.

Der Betrieb zeigt Verständnis für die schwierige Lage der Landwirtschaft. Gleichzeitig appelliert Handlbauer an die Landwirte, Tierverkäufe – sofern es die jeweilige Situation zulässt – möglichst gut mit den Schlachthöfen abzustimmen. So könnten Engpässe besser vermieden werden.

Für die Fleischwirtschaft hat die Entwicklung auch wirtschaftliche Folgen. Durch das notwendige Einfrieren entstehen zusätzliche Lager- und Energiekosten. Außerdem verliert tiefgekühlte Ware im Vergleich zu Frischfleisch an Wert, was die Situation zusätzlich verschärft.

Die Ursache liegt in der anhaltenden Dürre. Auf vielen Weiden wächst kaum noch frisches Gras, gleichzeitig gehen die Futterreserven zurück. Um ihre Tiere weiterhin versorgen zu können, entscheiden sich manche Betriebe deshalb für einen früheren Verkauf ihrer Rinder.

Sollte die Trockenheit weiter anhalten, könnte sich die Lage in den kommenden Wochen weiter zuspitzen. Sowohl Landwirtschaft als auch Fleischwirtschaft hoffen daher auf ergiebige Niederschläge, um die Situation auf den Höfen und in den Schlachtbetrieben wieder zu entspannen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.08.2026, 17:44
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