Notverkäufe und Schlachtungen

Extreme Trockenheit bedroht Tiroler Viehbestand

Die anhaltende Trockenheit zwingt Tirols Bauern zu früherem Almabtrieb - doch auch im Tal fehlt es wegen niedriger Erträge am Futter.
Österreich Heute
05.08.2026, 10:35
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Die anhaltende Trockenheit wirkt sich verheerend auf den Tiroler Viehbestand aus. Besonders die Almen sind betroffen: Die Tiere finden hier kaum noch etwas zu fressen. Das führt laut orf.at vielerorts zu verfrühten Almabtrieben.

"Wir hören jetzt von den Betrieben, dass zum Teil das fehlende Wasser dazu führt, dass der Almabtrieb verfrüht ist. Ich schätze drei, vier, fünf Wochen früher, als geplant in gewissen Regionen. Und die Futtererträge machen nur die Hälfte aus von einem normalen Jahr", so der Tiroler Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger.

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Drastische Folgen

"Wenn das Futter fehlt und die Tiere nicht mehr über den Winter gebracht werden können, weil sie früher nach Hause kommen und weil die Erträge zu gering sind, dann heißt das Viehabstockung", erklärt Hechenberger weiter. Für viele Bauern stellt sich jetzt die Frage, ob sie Tiere verkaufen oder schlachten müssen.

Diese Regionen sind betroffen

Osttirol ist laut Hechenberger besonders stark von der Trockenheit betroffen. Aber: "Ich denke, das ist ein Querschnitt über Tirol. Wir hören gerade aus dem Karwendelbereich, dass die Almen nur durch Wassertransporte Trinkwasser für die Tiere haben." Auch aus dem Kitzbühler Raum und dem Tiroler Oberland gibt es einzelne Meldungen.

Im Tiroler Oberland sei die Lage aber etwas anders: "Da gibt es zum Teil schon Beregnungsanlagen für Grünland. Die haben da schon vorgesorgt, weil sie einfach in trockenen Regionen wirtschaften müssen und da eine ähnliche Situation vorherrscht wie in Südtirol", sagt Hechenberger.

Beim Anbau von Obst und Gemüse schaut die Situation ein bisschen besser aus. Viele Bauern haben hier schon in Bewässerungsanlagen investiert. "Da ist die Trockenheit in dieser Ausprägung nicht spürbar", so Hechenberger. Trotzdem wird Regen dringend gebraucht. Für manche Gebiete in Tirol kommt er aber auf jeden Fall zu spät.

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.08.2026, 10:35