Begonnen hatte die heikle Fahrt im Weinviertel, Ziel war das Waldviertel. Auf der B38 endete die Fahrt für den Sattelschlepper dann abrupt: Wie die Niederösterreichischen Nachrichten berichten, schwappte der geruchsintensive Klärschlamm immer wieder über die Kanten des Lkw. Letztlich verteilte ein Laster Teile dieser Ladung kilometerweit. Der Lkw war mit über 20 Tonnen Klärschlamm beladen.
Die stinkende Brühe war nicht mit einer Abdeckung abgesichert worden und verschmutzte durch Auslaufen aus dem Lkw die Fahrbahn der Böhmerwald Straße. Bei einer Schwerpunktkontrolle in Peygarten-Ottenstein (Bezirk Zwettl) wurde der Sattelzug – geführt von einem 46-jährigen Lenker aus Schwarzenau – gestoppt. Dort war für den "Stinker" ungeplant Endstation.
Die einschreitenden Beamten stoppten den Lenker und untersagten dem Fahrer die Weiterfahrt. Die Bezirkshauptmannschaft wurde umgehend von der Ekel-Eskapade in Kenntnis gesetzt. Der Sattelauflieger wurde daraufhin abgekoppelt, eine Spezialfirma pumpte den Klärschlamm vom ungesicherten Wagen um. Erst nach Reinigung der Fahrbahn konnte die Strecke Schritt für Schritt wieder normal befahren werden.
Rechtliche Konsequenzen ließen nicht auf sich warten. Wie die Niederösterreichischen Nachrichten berichten, werden sowohl der Lenker als auch der Lkw-Betreiber angezeigt.