Ein Foto, ein Klick – und plötzlich kursiert ein gefälschtes Nacktbild: Sogenannte "Deepnudes" sorgen auch an Tiroler Schulen für Aufregung. Die Bildungsdirektion bestätigt erste Fälle.
Kürzlich wurden zwei Vorfälle gemeldet. "Leider wurden der Bildungsdirektion kürzlich zwei Fälle an Tiroler Schulen gemeldet", bestätigt Bildungsdirektor Paul Gappmaier gegenüber der "Tiroler Tageszeitung".
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In einem Fall erhielt ein Schüler eine Verwarnung, im anderen führte die Rechtsabteilung der Bildungsdirektion ein ausführliches Gespräch.
Möglich werden solche Bilder durch KI-Programme wie Grok. Die App, die zum Nachrichtendienst X von Elon Musk gehört, kann mit einem einfachen Befehl wie "undress her" aus einem normalen Foto ein täuschend echtes, sexualisiertes Bild einer realen Person erzeugen.
Wie "Heute" berichtete, hatte in der Steiermark ein ähnlicher Fall vergangene Woche bereits schärfere Konsequenzen: Dort wurde ein Schüler nach der Erstellung solcher Bilder vom Unterricht suspendiert.
Inzwischen ist Grok als sogenannte "Nudify-App" nur noch eingeschränkt zugänglich, Sicherheitsfilter erschweren die Nutzung. Über eine Bezahlversion bleibt die Anwendung jedoch weiterhin erreichbar. Zudem existieren vergleichbare Programme bereits seit Jahren.
Barbara Buchegger von Safer Internet warnt vor den Folgen. "Anfragen dazu erhalten wir schon lange", sagt sie. Besonders betroffen seien meist junge Frauen. Viele Opfer würden aus Scham schweigen. "Die Dunkelziffer solcher Fälle ist enorm hoch", betont Buchegger.
Sie rät Betroffenen, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. "Es ist wichtig, das Umfeld zu informieren und Hilfe in Anspruch zu nehmen."