Garten-Lifehack im Check

So gefährlich ist ein alter Küchenschwamm in der Erde

Alte Küchenschwämme als Wasserspeicher im Blumentopf? Der Trick klingt genial, birgt aber Risiken wie Schimmel und Mikroplastik.
Heute Life
13.04.2026, 13:52
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In sozialen Medien geistert ein vermeintlich genialer Garten-Trick herum: Alte Küchenschwämme sollen als Wasserspeicher im Blumentopf oder Hochbeet dienen und so Pflanzen vor dem Austrocknen schützen. Dazu wird ein feuchter Schwamm am Boden des Topfes platziert, bevor die Erde eingefüllt wird, oder im Beet nahe dem Stängel aufgelegt.

Die Idee dahinter klingt einleuchtend: Der Schwamm speichert Wasser und gibt es bei Bedarf an die Wurzeln ab. Doch Experten warnen vor versteckten Gefahren.

Wie 24garten.de berichtet, birgt der Schwamm-Trick gleich mehrere Risiken. Das größte Problem: Bakterien und Pilze. Alte Küchenschwämme sind wahre Keimschleudern, die Schimmel im Wurzelbereich fördern können.

Diese Risiken solltest du kennen

Dazu kommen chemische Rückstände von Spülmitteln, die den Pflanzen schaden können. Ein weiteres Problem ist Mikroplastik: Viele Schwämme bestehen aus Kunststoff und zerfallen in der Erde zu winzigen Partikeln. Auch Staunässe und verminderte Bodenbelüftung können den Wurzeln zusetzen.

Besonders empfindliche Pflanzen wie Sukkulenten oder Orchideen, die trockene Bedingungen bevorzugen, können durch zu viel Feuchtigkeit eingehen.

Diese Alternativen sind besser

Wer seine Pflanzen vor dem Austrocknen schützen will, greift besser zu bewährten Methoden. Blähton am Topfboden sorgt für gute Drainage und speichert gleichzeitig Feuchtigkeit. Vermiculite ist ein natürliches Mineral mit ähnlicher Wirkung.

Eine Mulchschicht auf der Erdoberfläche reduziert die Verdunstung. Besonders elegant sind Ollas – unglasierte Tongefäße, die in die Erde eingegraben werden und Wasser langsam abgeben.

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