Kleiner Aufwand, große Wirkung

So rettet der Tennisball-Trick Leben im Garten

Der simple Alltagsgegenstand wird im Winter ein stiller Helfer für die Tierwelt vor der eigenen Haustür.
Heute Tierisch
28.11.2025, 09:29
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Wenn die Temperaturen fallen, wird es für Wildtiere im Garten nicht nur mit der Nahrung knapp – auch Wasser wird zur Mangelware. Zugefrorene Vogeltränken, Teiche und Schalen machen es Vögeln, Igeln oder Eichhörnchen schwer, Flüssigkeit zu finden. Ein einfacher Alltagsgegenstand kann hier überraschend viel bewirken: ein Tennisball.

Warum Wasser im Winter so wichtig ist

Gerade in der kalten Jahreszeit brauchen Vögel und andere Gartenbewohner viel Energie, um ihre Körpertemperatur zu halten. Dazu gehört nicht nur Futter, sondern auch ausreichend Wasser. Ist die Wasseroberfläche komplett zugefroren, müssen die Tiere weite Strecken zurücklegen, um eine Trinkquelle zu finden – das kostet Kraft und schwächt sie zusätzlich.

Das betrifft vor allem Singvögel, die regelmäßig trinken und ihr Gefieder pflegen müssen, aber auch kleine Säugetiere, wie Igel, die in Übergangszeiten vor oder nach dem Winterschlaf unterwegs sind.

So funktioniert der Tennisball-Trick

Hier kann ein alter Tennisball, der sonst in der Garage verstauben würde, in frostigen Nächten zum Lebensretter werden. Der Trick kostet nichts, ist in wenigen Sekunden umgesetzt und hilft Wildtieren, sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen – ob am Gartenteich, an der Vogeltränke oder an einer einfachen Schale auf dem Balkon.

Den Tennisball einfach in die Vogeltränke oder den Gartenteich legen. Durch Wind und leichte Luftbewegung schaukelt der Ball ständig auf der Wasseroberfläche. Diese Bewegung stört die Eisbildung – die Wasseroberfläche friert nicht vollständig zu, oder zumindest bleibt eine eisfreie Stelle erhalten. Tiere können an dieser Stelle weiterhin trinken oder sich putzen.

Vorteile auch für den Gartenteich

Der Tennisball-Trick hilft nicht nur Vögeln an der Tränke, sondern kann auch für den Teich nützlich sein: Bleibt eine kleine Stelle eisfrei, kann ein Gasaustausch stattfinden – schädliche Fäulnisgase entweichen, Sauerstoff gelangt ins Wasser. Das kommt vor allem Fischen zugute, wenn im Teich nur wenige Wasserpflanzen vorhanden sind, die im Winter noch Sauerstoff produzieren.

Damit der Trick wirklich hilft und keine neuen Probleme schafft, sollten einige Punkte beachtet werden:

Worauf Gartenbesitzer achten sollten

  • Standort der Wasserstelle: Am besten an einem möglichst sonnigen Platz – so unterstützt die Wintersonne das Offenhalten des Wassers zusätzlich.
  • Material der Schale: Kunststoffschalen halten die Wärme besser als Metall und können das Wasser länger flüssig halten.
  • Ball nicht dauerhaft liegen lassen: Manche Tiere könnten sich vom leuchtend gelben, bewegten Ball erschrecken. Daher empfehlen Experten, ihn vor allem nachts oder bei starkem Frost auf dem Wasser zu lassen und tagsüber bei Bedarf zu entfernen.
  • Kein Aufhacken von Eis: Ist die Wasserfläche bereits stark zugefroren, sollte die Eisdecke nicht gewaltsam aufgeschlagen werden – Erschütterungen können Fische und andere Teichbewohner stressen. Besser ist es, vorsichtig mit warmem (nicht kochendem) Wasser ein Loch zu schmelzen und dann den Ball hineinzulegen.

Alternativ zu Tennisbällen eignen sich auch andere schwimmende Gegenstände wie Tischtennisbälle, Korken oder kleine Holzstücke – wichtig ist, dass sie gut auf dem Wasser liegen und sich bewegen können.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 28.11.2025, 17:39, 28.11.2025, 09:29
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