Montag, 10. August 2026
Der Messenger Signal hat eine bedeutende Erweiterung seiner Multi-Device-Funktionen angekündigt: Android-Tablets können ab sofort als gekoppelte Geräte genutzt werden. Außerdem lassen sich auch zusätzliche Android-Smartphones und iPhones als Zweitgeräte hinzufügen. Die neue Signal-App für Android-Tablets bietet außerdem eine für größere Bildschirme optimierte Benutzeroberfläche mit einem Split-Screen-Layout. Nutzer haben so die Liste ihrer Konversationen im Blick, während sie Nachrichten lesen und schreiben.
Am 12. August ist über Österreich eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen, bei der der Mond die Sonne ab etwa 20:10 Uhr zu knapp 90 Prozent bedeckt. Wer das Ereignis mit dem Smartphone fotografieren will, sollte laut Forum Mobilkommunikation (FMK) einen geeigneten Solarfilter vor der Kamera verwenden, da gebündeltes Sonnenlicht den Bildsensor beschädigen kann. Sonnenbrillen oder improvisierte Filter reichen nicht aus. Für bessere Aufnahmen empfiehlt sich zudem der Pro-Modus mit niedriger ISO und kurzer Belichtungszeit. Auch beim Blick in die Sonne ist Vorsicht geboten: Unbedingt einen geeigneten Augenschutz verwenden.
Zum dritten Mal bringt der Technology Impact Summit (TIS) als Initiative von Universität Graz, Technische Universität Graz, Joanneum Research und FH Joanneum führende Köpfe aus Wissenschaft, Technologie, Wirtschaft und Politik in Graz zusammen. In diesem Jahr steht der Summit unter dem Titel "Europas digitale Zukunft – zwischen Souveränität, Sicherheit und KI-Wettlauf" und findet erstmals in der Aula der Karl-Franzens-Universität Graz statt. Zahlreiche Keynotes, Lightning Talks, Near Future Debates und Podiumsdiskussionen erwarten die Besucher: ti-summit.com.
Dienstag, 11. August 2026
Eine neue Studie von TrendAI, dem Enterprise-Cybersecurity-Geschäftsbereich von Trend Micro, zeigt: Finanzinstitute sehen sich einer beispiellosen Welle KI-gestützter Cyberangriffe gegenüber, da Cyberkriminelle Betrugs-, Ransomware- und Intrusion-Kampagnen zunehmend automatisieren. Diese Ergebnisse bestätigt eine Warnung der Europäischen Zentralbank (EZB) vor rund zwei Wochen. Darin forderte diese Banken auf, ihre Cyberabwehr den neuen Bedrohungen anzupassen, um wirksam auf Sicherheitsvorfälle reagieren zu können.
Qobuz, die unabhängige Plattform für High-Quality Musikstreaming und -downloads, stellt eine umfassende Weiterentwicklung ihrer App für Smartphone- und Tablet-Nutzer vor. Der Player wurde komplett überarbeitet und ab sofort sind in Echtzeit synchronisierte Songtexte in der mobilen App verfügbar. Das Design passt sich dynamisch an das jeweilige Albumcover an und lässt Nutzer noch tiefer in die Welt der jeweiligen Künstler eintauchen. Der Mini-Player bleibt während der Navigation stets sichtbar.
Ob Handel, Gesundheitswesen, Finanzwirtschaft oder Verwaltung: Viele Organisationen haben sich in den letzten Jahren vor allem auf den Aufbau digitaler Frontends konzentriert. Nutzer bekommen über Websites, Chatbots oder Apps ein digitales Interface präsentiert, doch hinter den Kulissen beruhen viele Prozesse weiterhin auf manuellen oder analog geprägten Abläufen. Dieses Phänomen nennt sich Schaufenster-Digitalisierung. Sie führt zu Medienbrüchen, Verzögerungen und Datensilos. Unternehmen und Institutionen müssen deshalb endlich auch ihre Backends modernisieren und durchgängige digitale Prozesse schaffen, fordert Nico Bäumer, Vorstand und CTO von d.velop.
Mittwoch, 12. August 2026
Mobiles Arbeiten bringt neben Flexibilität auch neue Sicherheitsrisiken: Öffentliche WLANs, neugierige Blicke, unbeaufsichtigte Geräte und gestohlene Notebooks können sensible Daten gefährden. Neben einem aktuellen, leistungsfähigen Gerät sind daher sichere Verbindungen über mobile Daten oder Hotspots, Privacy-Filter, automatische Bildschirmsperren, Verschlüsselung, starke Passwörter und regelmäßige Updates wichtig. Auch KI-gestützte Sicherheitssysteme können verdächtige Anmeldeversuche oder betrügerische Nachrichten erkennen. Entscheidend ist laut Ingram Micro das Zusammenspiel aus moderner Technik, sicheren Anwendungen und einem bewussten Umgang mit Daten.
Rund 250 Teilnehmer aus ganz Europa haben beim "European Agentic AI Bootcamp" von 20. bis 22. Juli gelernt, wie sich KI-Agenten praktisch entwickeln und in Arbeitsabläufe integrieren lassen. Im dreitägigen Online-Training standen unter anderem Agent Skills, Model Context Protocol, LangGraph und NVIDIA-Technologien im Mittelpunkt. Organisiert wurde das Bootcamp von mehreren europäischen AI Factories und Partnern aus Forschung und Technologie, darunter AI Factory Austria AI:AT. Ziel war es, Unternehmen, Forschung und Verwaltung mit praxisnaher KI-Kompetenz und europäischer Infrastruktur zu unterstützen.
SearchPlace.ai kombiniert seine KI-Freitextsuche mit einer interaktiven Karte und macht die Immobiliensuche damit individueller. Nutzer können ihre Wünsche in natürlicher Sprache formulieren und passende Wohnungen oder Häuser direkt nach Lage vergleichen. Persönliche Orte wie Arbeitsplatz, Schule oder Familie lassen sich speichern, Entfernungen werden automatisch berechnet. Zusätzlich zeigt die Karte Infrastruktur wie Öffis, Geschäfte und Bildungseinrichtungen. Geplant sind weitere Daten zu Pollen, Luftqualität, Lärm, Hochwasser und Erdbeben, um die Standortsuche noch umfassender zu machen.
Donnerstag, 13. August 2026
Der weltweite Ausbau von Rechenzentren nimmt durch den KI-Boom massiv an Fahrt auf: Laut einer Roland-Berger-Studie könnte die installierte Kapazität von 88 Gigawatt im Jahr 2025 auf bis zu 340 Gigawatt bis 2035 steigen. Während KI für fast 60 Prozent der Rechenzentrumslast verantwortlich sein könnte, droht Europas Anteil an der weltweiten Kapazität bis 2030 von 13 auf nur noch 10 Prozent zu sinken. Ein Grund sind lange Wartezeiten bei Netzanschlüssen: Bis zu sieben Jahre kann es dauern, bis ein neues Rechenzentrum in Europa ans Stromnetz kommt. Dazu kommen hohe Energiepreise und komplexe Genehmigungsverfahren.
Schwache und mehrfach verwendete Passwörter gefährden weiterhin private Online-Konten: Laut Panda Security verwenden 34 Prozent der Nutzer Varianten desselben Passworts für mehrere Accounts. Experten empfehlen deshalb lange, zufällige und für jedes Konto einzigartige Zugangsdaten. Passwortmanager können beim Erstellen und Speichern helfen, zusätzliche Sicherheit bietet die Multi-Faktor-Authentifizierung. Auch alte Passwörter sollten nicht recycelt werden, da gestohlene Zugangsdaten von Cyberkriminellen häufig bei weiteren Diensten ausprobiert werden.
A-Trust erreicht 2026 im "Great Place to Work"-Audit ein Rekordergebnis: 100 Prozent der befragten Mitarbeiter würden das Unternehmen Familie und Freunden als Arbeitgeber weiterempfehlen. Besonders stark bewertet wurden Teamgeist und Fairness durch die Führungskräfte mit jeweils 94 Prozent Zustimmung. Auch bei Weiterbildung, gesellschaftlichem Beitrag und Mitbestimmung lag A-Trust deutlich über dem österreichweiten Benchmark. Im Vorjahr hatte die positive Bewertung noch bei 91 Prozent gelegen.
Freitag, 14. August 2026
Der wachsende Stromhunger von KI-Rechenzentren könnte laut WU-Forschern zum Treiber für neue grüne Energie- und Speichertechnologien werden. Batteriespeicher könnten dabei helfen, Stromnetze zu entlasten: Eine Analyse von 96 Rechenzentren in Großbritannien zeigt, dass sich deren maximale Netzlast durch Speicher um 10 bis 15 Prozent reduzieren ließe. Gleichzeitig könnten die steigenden Anforderungen der Tech-Konzerne die Entwicklung von Batterien, Langzeitspeichern und flexibler Stromversorgung vorantreiben. Dafür brauche es allerdings passende politische Rahmenbedingungen, etwa Anreize für netzdienliche Speicher und eine flexiblere Steuerung von Rechenlasten.
KI-gestützter Telefonspam wird für Nutzer zunehmend zum Alltag: Eine Auswertung von 1.724 "Clever Dialer"-Kommentaren zeigt, dass vor allem automatisierte Voicebots und Computerstimmen für Finanzbetrug, Jobangebote, Werbung, Pflege- und Energiethemen eingesetzt werden. In 965 Fällen ließ sich die konkrete Masche zuordnen, 759 Kommentare nannten zwar einen KI-Bezug, blieben aber inhaltlich unklar. Deepfake-Anrufe mit gefälschten Angehörigenstimmen kommen ebenfalls vor, sind bislang aber deutlich seltener. Der größte Effekt der KI zeigt sich laut Auswertung vor allem bei der Automatisierung: Betrüger können Anrufe schneller, häufiger und mit weniger menschlichem Aufwand durchführen.
Österreich hat das EU-"Recht auf Reparatur" mit dem neuen Warenreparaturrichtlinie-Umsetzungsgesetz umgesetzt, doch refurbed kritisiert fehlende klare Regeln. Co-Founder Kilian Kaminski bemängelt unter anderem, dass ein "angemessener" Reparaturpreis nicht definiert wird und Herstellern weiterhin Spielraum bei Ersatzteilen bleibt. Dadurch könnten Reparaturen teuer bleiben und kompatible oder gebrauchte Teile erschwert werden. Das Gesetz tritt verspätet am 1. Oktober 2026 in Kraft.
Samstag, 15. August 2026
Das Wiener PropTech-Startup Imoto will den Immobilienverkauf in Österreich digitaler und günstiger machen. Eigentümer können laut Unternehmen innerhalb von zehn Minuten ein Exposé erstellen, Anfragen und Besichtigungen verwalten sowie Kaufangebote sammeln. Käufer zahlen keine Provision, Verkäufer im Erfolgsfall 1 Prozent des Kaufpreises zuzüglich Umsatzsteuer. Auch die Abwicklung mit Rechtsanwälten soll digital erfolgen.
Trend Micro setzt bei seiner Enterprise-Cybersicherheit künftig auf Claude Opus 5 von Anthropic. Das KI-Modell soll Schwachstellen schneller bewerten und daraus konkrete Schutzmaßnahmen ableiten. Über die Plattform TrendAI Vision One wird dabei auch "Virtual Patching" eingesetzt, um Sicherheitslücken bereits abzusichern, bevor ein Hersteller ein offizielles Update bereitstellt.
Österreich passt sein Einkaufsverhalten an den Sommer an: Auf shöpping.at wurde heuer elfmal häufiger nach mobilen Klimageräten gesucht als im Vorjahr, auch die Nachfrage nach Bewässerungsprodukten stieg um rund ein Drittel. Während im Osten Österreichs Klimageräte besonders gefragt sind, steht im Westen Bademode hoch im Kurs. Auch Gartenmaschinen, Sportartikel, Smartwatches, Smartphones sowie Pokémon und Lego zählen zu den Sommer-Trends.
Sonntag, 16. August 2026
Der State of the ART(ist) Award 2026 von Ars Electronica und dem Außenministerium geht an den kolumbianischen Künstler Paolo Almario für seine Installation "Marmelade". Die mit 6.000 Euro dotierte Arbeit thematisiert die politische Verfolgung seiner Familie. 4.000 Euro erhält die iranische Künstlerin Sara Azadkhani für "Canvas", ein Fotoprojekt über Geschlechterungleichheit und die Einschränkung weiblicher Autonomie.
Der rasante Einsatz von KI bringt Unternehmen beim Identitätsmanagement unter Druck: Laut einer IDC-Studie unter 539 IT- und Resilienz-Verantwortlichen sehen 90 % Verbesserungsbedarf, weil KI-Agenten, Maschinen und automatisierte Systeme auf Unternehmensdaten zugreifen. 58,7 % müssten ihr Identitätsmanagement überarbeiten. Gleichzeitig verfügen nur 26,7 % über dynamische Zugriffskontrollen für KI, und lediglich 24,7 % haben die Wiederherstellung ihrer Active-Directory- und Entra-ID-Umgebungen nach Manipulationen dokumentiert und getestet. Fast alle Befragten (98,4 %) fordern eine engere Zusammenarbeit von IT und Sicherheit.
In Deutschland wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 230 Ransomware-Angriffe erfasst – 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit liegt Deutschland weltweit hinter den USA (1.996 Fälle) auf Platz zwei. Nach 28 Fällen im Jänner stieg die Zahl im April auf 50, im Juni wurden 49 Opfer registriert. Laut Julien Mousqueton von ransomware.live beginnt ein wachsender Teil der Angriffe mit gestohlenen Zugangsdaten aus Infostealer-Malware, die anschließend auf Untergrundmärkten verkauft werden.
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