Mexikos Generalstaatsanwaltschaft hat Rubén Rocha Moya, den Gouverneur des Bundesstaates Sinaloa, vorgeladen. Grund dafür sind angebliche Verbindungen zum berüchtigten Sinaloa-Drogenkartell.
Der 76-Jährige gehört der gleichen Partei an wie die mexikanische Staatschefin Claudia Sheinbaum. Am Samstag hat er auf X klargestellt, dass er der Aufforderung Folge leisten wird, "in der Gewissheit, dass die Wahrheit sich durchsetzen wird".
"Ich bin ein Mann, der nichts zu befürchten hat", sagte Rocha Moya. Er ist der erste Gouverneur Mexikos, dem während seiner Amtszeit von den USA Drogenhandel vorgeworfen wird. Neben Rocha Moya hat die Generalstaatsanwaltschaft noch neun weitere Amtsträger aus Sinaloa vorgeladen, denen die USA ebenfalls Verwicklungen mit dem Drogenhandel unterstellen.
Zwei davon sind bereits den US-Behörden gestellt worden. Der Fall sorgt für Spannungen zwischen Mexiko-Stadt und Washington – gerade jetzt, wo über eine Neuauflage des Handelsabkommens zwischen Mexiko, den USA und Kanada verhandelt wird.
Staatschefin Sheinbaum fordert von den USA Beweise für die Schuld von Rocha Moya. Gleichzeitig betont sie, dass ihre Regierung keine Politiker schützt, die mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung stehen.
Das Sinaloa-Kartell zählt zu einer von sechs mexikanischen Drogenbanden, die von der US-Regierung unter Donald Trump als ausländische Terrororganisationen eingestuft wurden. Die USA erhöhen den Druck auf Sheinbaum und verlangen, dass Mexiko im Kampf gegen die Kartelle ein Eingreifen der Amerikaner – etwa durch Drohnen oder sogar Militäreinsätze – zulässt.