Waffen schon im Weltall

"Sind bereit" – USA rüsten sich für Krieg auf dem Mond

Die USA bereiten ihre Streitkräfte auf mögliche Kämpfe im Weltraum vor. Dabei rückt sogar die Region rund um den Mond ins Visier.
Newsdesk Heute
17.09.2026, 16:36
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Der Weltraum könnte zum nächsten Schauplatz militärischer Konflikte werden. Die USA bereiten ihre Soldaten inzwischen nicht nur auf Kämpfe auf der Erde oder in deren Umlaufbahn vor. Auch die riesige Region zwischen Erde und Mond spielt in den Planungen eine immer größere Rolle.

General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs und damit höchster militärischer Berater von US-Präsident Donald Trump, machte bei einer Militärkonferenz nahe Washington deutlich, wohin die Reise gehen könnte.

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Die US-Streitkräfte müssten sich schon jetzt so aufstellen, dass sie "bereit sind zu kämpfen, durchzuhalten und zu gewinnen" – vom Meeresboden bis in den sogenannten cislunaren Raum. Damit ist jener gewaltige Bereich des Weltraums gemeint, der sich bis zur Umlaufbahn des Mondes erstreckt.

US-Waffen bereits im All

Besonders brisant: Erst wenige Tage zuvor hatten die USA erstmals öffentlich bestätigt, bereits Waffen im Weltraum stationiert zu haben, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

Luftwaffenminister Troy Meink sprach von Waffen zur Kontrolle des Weltraums, die sich bereits im Orbit befinden. Details dazu, um welche Systeme es sich handelt und wie sie funktionieren, nannte er nicht.

Die 2019 von Trump gegründete Space Force soll gleichzeitig massiv wachsen. Nach Angaben von Generalleutnant Gregory Gagnon könnte sich die Zahl ihrer Angehörigen innerhalb der kommenden fünf Jahre auf rund 25.000 verdoppeln. Ein großer Teil des zusätzlichen Personals soll für Kampfverbände vorgesehen sein.

China im Fokus

Als einen Grund für die Aufrüstung nennen die US-Militärs die Aktivitäten möglicher Gegner. Geheimdienste hätten deutlich gemacht, dass diese versuchen würden, die Kriegsführung auf den Weltraum auszudehnen, erklärte Gagnon.

Explizit verwies er dabei auf die Volksrepublik China und deren Aktivitäten im All. China selbst weist solche Vorwürfe zurück und kritisiert wiederum die amerikanische Aufrüstung.

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, China trete für die friedliche Nutzung des Weltraums ein und lehne dessen Bewaffnung sowie ein Wettrüsten im All ab. Washington solle seine militärischen Vorbereitungen dort stoppen.

Weltraumvertrag setzt Grenzen

Die Entwicklung wirft auch rechtliche Fragen auf. Der Weltraumvertrag von 1967, den sowohl die USA als auch China unterzeichnet haben, schreibt unter anderem die friedliche Nutzung von Himmelskörpern vor und verbietet die Stationierung von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen im All.

Ob und wie die neuen amerikanischen Systeme mit den internationalen Verpflichtungen vereinbar sind, ist derzeit nicht abschließend geklärt. Die Space Force betont, weiterhin sicher und verantwortungsvoll im Weltraum zu handeln.

Welche Waffen die USA bereits im Orbit haben, bleibt geheim.

red,17.09.2026, 16:36
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