Mit der GBU-43/B, wie die Bombe offiziell heißt, lassen sich oberirdische Ziele zerstören, Bäume ausreißen und sogar Höhleneingänge oder Tunnelsysteme zum Einsturz bringen. Ob US-Präsident Donald Trump tatsächlich einen Angriff mit dieser Bombe befiehlt, ist derzeit noch offen. Wie 20min.ch berichtet, steht die GBU-43/B aber wieder im Fokus, weil das US-Militär laut CNN neue Angriffspläne gegen Irans Energie- und Nuklearanlagen ausgearbeitet hat.
Die MOAB, wie die Bombe abgekürzt wird, würde den Konflikt mit dem Iran massiv verschärfen. Fachleute zweifeln jedoch, ob sie gegen tief unter der Erde liegende und stark geschützte Nuklearanlagen tatsächlich wirksam wäre. Denn die Waffe ist für eine riesige Druckwelle über eine große Fläche gebaut – nicht dafür, dicke Bunkeranlagen tief im Boden zu durchschlagen.
Ja, im April 2017 hat die US-Luftwaffe die Bombe in Afghanistan abgeworfen. Ziel waren Stellungen der Terrormiliz IS, die in einem weitverzweigten System aus Tunneln, Bunkern und Sprengfallen Schutz suchten. Das afghanische Verteidigungsministerium sprach damals von 92 getöteten IS-Kämpfern.
Die MOAB wiegt rund 9,8 Tonnen, davon sind etwa 8,5 Tonnen Sprengstoff. Sie explodiert knapp über dem Boden und erzeugt eine gewaltige Druck- und Schockwelle. Damit kann sie oberirdische Ziele vernichten, Bäume entwurzeln und Tunnel zum Einsturz bringen. Für tief im Fels oder Beton gebaute Anlagen ist sie aber nicht gedacht.
Laut 20 Minuten steht Donald Trump innenpolitisch unter Druck, den seit Monaten andauernden Konflikt mit dem Iran zu lösen. Die Kongresswahlen am 3. November rücken immer näher, und die Republikaner verlieren Umfragen zufolge an Rückhalt. Mit neuen Militärplänen hätte Trump eine zusätzliche Option, sollte er die Kampfhandlungen wieder aufnehmen wollen.
Fachleute glauben nicht, dass die MOAB gegen Irans tief verborgene Nuklearanlagen oder andere stark geschützte Einrichtungen viel ausrichten könnte. Zwar ist sie die stärkste nicht nukleare Bombe der USA, aber sie kann nicht tief genug in den Boden eindringen. Anlagen wie jene unter dem Pickaxe Mountain sind vermutlich durch dicke Granitschichten geschützt – da kommt die MOAB nicht durch.