Bei einem Besuch im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Westjordanland hat Benjamin Netanjahu den israelischen Kontrollanspruch über das Palästinensergebiet bekräftigt.
"Sie müssen verstehen, wir sind nur Minuten entfernt von Netanja, von der Küstenlinie", sagte Netanjahu.
Der Regierungschef verwies auf die israelische Siedlungspolitik: "Wir gründen hier mehr als 104 Siedlungen und zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe. Wir gewährleisten die Sicherheit des Staates Israel."
Wie n-tv meldet, stellt sich Netanjahu damit gegen eine Anweisung des Obersten Gerichtshofs. Er bezeichnete die aus dem Gebiet vertriebenen Palästinenser pauschal als Terroristen.
Netanjahu befindet sich derzeit im Wahlkampf. Am 27. Oktober wählt Israel ein neues Parlament. Das Gebiet um Tulkarem gilt als besonders sensibel, da sich das Land zwischen dem Westjordanland und dem Mittelmeer auf etwa 15 Kilometer verengt.
Siedlervertreter zeigen sich derweil nervös: Bei einem Regierungswechsel könnte eine neue Regierung die Siedlungsexpansion stoppen. Sie drängen darauf, vor der Wahl so viel Land wie möglich unter israelische Kontrolle zu bringen.