Die beliebte 365-Euro-Jahreskarte der Wiener Linien hat ein Ablaufdatum: Mit 1. Jänner 2026 steigt der Preis um 102 Euro – künftig kostet die Öffi-Jahreskarte 467 Euro bei Einmalzahlung. Bei Ratenzahlung wird der Preis von derzeit 396 Euro auf 506 Euro angehoben – eine Steigerung um 110 Euro. Doch clevere Fahrgäste können sich den alten Preis noch ein Jahr lang sichern – drei Möglichkeiten gibt es.
Wer aktuell keine Jahreskarte hat, kann bis Jahresende noch zuschlagen und zahlt als Neukunde weiterhin nur 365 Euro für die Wiener-Linien-Jahreskarte. Aber auch bestehende Kundinnen und Kunden können sparen.
Nach sieben Monaten kann die laufende Jahreskarte "ordentlich" gekündigt werden. Wer die Jahreskarte um 365 Euro auf einmal bezahlt hat, muss zwar 30,42 Euro Tarifersatzleistung zahlen, doch danach kann sofort eine neue Karte zum alten Preis beantragt werden. Das ist bis zum 10. Dezember 2025 in der App und im Webshop möglich – und sogar bis 31. Dezember 2025 direkt in den Wiener-Linien-Shops.
Wer die Jahreskarte auf 12 Raten zum Gesamtpreis von 396 Euro bezahlt, kann ebenfalls nach dem Ablauf von sieben Monaten ordentlich kündigen. Dabei wird ebenfalls eine Tarifersatzleistung fällig. Danach kann sofort eine neue Jahreskarte beantragt werden.
Wichtig: Wer früher kündigt – also vor Ablauf der sieben Monate – kann das nur aus triftigen Gründen wie Umzug aus Wien, Jobverlust, Tod oder Wegfall eines Fremdzahlers tun. Eine Kündigung zum regulären Laufzeitende bleibt kostenlos. Auch ein Umstieg von einer Wiener Linien Jahreskarte auf ein Klimaticket kostet nichts. Bei alten Tickets gibt es eine Übergangsregelung: Einzel- und Tageskarten zum aktuellen Tarif sind noch bis zum 30. Juni 2026 gültig. Dasselbe gilt für Parkscheine.
Ein kleiner Trost für Online-Nutzer: Ab 1. Jänner 2026 wird es digitale Tickets günstiger geben. Die Jahreskarte kostet online dann 461 Euro, Einzelfahrscheine in der App oder im Webshop 3 statt 3,20 Euro. Die Stadt Wien plant, die Öffi-Preise ab 2027 jährlich zu valorisieren – es wird also wohl nicht bei dieser einen Erhöhung bleiben.