"Wir haben ihn", mit diesem Satz beendete US-Präsident Donald Trump das Bangen um einen im Iran verschollenen US-Soldaten. Das Drama begann am Freitag, als die iranischen Streitkräfte einen F-15-Kampfjet der USA vom Himmel holten.
Der Pilot wurde bereits nach dem Abschuss des Fliegers gerettet, von seinem Crew-Mitglied fehlte jedoch jede Spur. Laut Trump habe man eine "der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten" in die Wege geleitet, um den Mann zu finden.
Auch das iranische Mullah-Regime wollte den US-Soldaten finden, es wurde sogar ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Heftig war dementsprechend auch die Gegenwehr der iranischen Armee, als US-Streitkräfte ihn evakuieren wollten.
Laut einem US-Beamten habe es ein "heftiges Feuergefecht" gegeben. Der "New York Times" zufolge beteiligten sich mehrere Spezialeinheiten sowie das Navy SEAL Team 6 an der nächtlichen Rettungsaktion.
Der Iran berichtete, dass im Zuge des Gefechts drei Menschen getötet wurden. Auch der gesuchte Soldat wurde verletzt. Laut Trump werde er sich aber "wieder erholen". Doch wie überlebte der Offizier hinter den feindlichen Linien?
Nach dem Abschuss habe der Soldat ein Notsignal abgesetzt und soll sich laut dem US-Präsidenten in den "tückischen Bergen des Iran" aufgehalten haben. Zuletzt habe er in einer Felsspalte Schutz gesucht.
Der "New York Times" zufolge wollte die CIA den Feind verwirren. Dazu startete man eine Desinformationskampagne, wonach der Gesuchte bereits von US-Bodentruppen evakuiert worden sei. Als der Geheimdienst dann das Versteck des US-Soldaten ausfindig machen konnte, wurde der Einsatz in die Wege geleitet.
Laut dem Bericht habe der Offizier seine Notfallausrüstung nur sparsam eingesetzt. Zu groß war das Risiko, dass der Feind sein Signal ortet. Unter Berufung auf einen hochrangigen US-Soldaten schreibt die Zeitung von einer der komplexesten Missionen in der Geschichte der US-Spezialeinheiten.
Ganz ohne Panne verlief die Rettung jedoch nicht. Demnach blieben zwei Transportflugzeuge nach der Bergung des Verletzten auf einem Stützpunkt im Iran stecken. Drei neue Maschinen mussten kommen, um die Einsatzkräfte zu evakuieren. Die beschädigten Maschinen wurden im Anschluss gesprengt.