Im Nahen Osten liegen mittlerweile auch einige beliebte Urlaubsdestinationen, die besonders jetzt im Winter viele Sonnenhungrige locken. Für Dubai, Abu Dhabi und Co. galt bis Samstag keine Reisewarnung. Mit dem Großangriff auf den Iran änderte sich das schlagartig – und die Flugzeuge nach Hause bleiben am Boden.
Unter den Urlaubern sind viele Österreicher. Das Außenministerium bewertet die Lage laufend und prüft kontinuierlich alle realistischen Ausreiseoptionen und notwendige Sicherheitsmaßnahmen. Aktuell bleibt die Lage in der gesamten Region extrem angespannt.
Nach wie vor kommt es zu militärischen Auseinandersetzungen und Raketenangriffen, so das Außenamt in seiner neuen Lageinformation. "Wir empfehlen dringend, Anweisungen der lokalen Behörden strikt zu befolgen und Schutz in Gebäuden zu suchen."
Im Krisengebiet sind aktuell rund 17.700 österreichische Staatsbürger sowie Angehörige registriert. Davon sind 2.600 Reisende, von diesen wiederum 1.700 in den Vereinigten Arabischen Emiraten (wo Dubai und Abu Dhabi liegen). Die genaue Zahl könnte noch höher sein.
70 vulnerable Österreicher konnten bei der Ausreise in den sichereren (weil neutralen) Oman unterstützt werden. Eine weitere unterstützte Ausreise erfolgt aus Israel über Jordanien (fünf Personen). Zudem führt die österreichische Botschaft in Abu Dhabi aktuell eine Bedarfserhebung durch, ob reiseregistrierte Österreicher nach Saudi-Arabien ausreisen möchten.
Parallel dazu arbeitet das Außenministerium mit Hochdruck an allen notwendigen Vorbereitungen, um die Rückkehr gestrandeter österreichischer Staatsbürger zu ermöglichen, sobald es die lokalen Sicherheitsbedingungen zulassen. Sollten sich Personen in der aktuellen Situation für eine Ausreise auf dem Landweg entscheiden, erfolgt dies ausschließlich in der persönlichen Verantwortung der Reisenden.
Für folgende Länder besteht weiterhin eine Reisewarnung: Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien, Vereinigte Arabische Emirate. In diesen Staaten ist der Flugverkehr großteils eingestellt oder massiv eingeschränkt. Ausreisen aus diesen Ländern sind auf dem Luftweg derzeit nicht möglich, da die Gefahrenlage zu groß ist.
Nur in Jordanien und im Libanon gibt es einen eingeschränkten Betrieb. Für Oman und Saudi-Arabien gilt Sicherheitsstufe 3 (hohes Sicherheitsrisiko). Der Luftraum ist geöffnet, Flugverbindungen sind jedoch reduziert.
Erreichbarkeiten der Botschaften
Österreichische Botschaft Abu Dhabi: (+971) 50 66 69 728 bzw. (+971) 50 85 90 441
Österreichische Botschaft Amman: (+962) 795 62 85 60
Österreichische Botschaft Doha: (+974) 33 21 14 50
Österreichische Botschaft Kuwait/Bahrain: (+965) 998 061 77
Österreichische Botschaft Maskat: (+968) 7220 0116
Österreichische Botschaft Riyadh: (+966) 557 102 122
Österreichische Botschaft Tel Aviv: (+972) 54 792 1892 bzw. (+972) 53 643 2738
Das Außenministerium steht mit allen registrierten Österreichern in Kontakt und hat die Serviceteams verstärkt. Die Notfallnummer +43 1 90115 4411 steht rund um die Uhr zur Verfügung.