In Deutschland ist der Braunkohleabbau 2025 auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahrhundert gefallen. Nur noch rund 84 Millionen Tonnen wurden gefördert.
Im Vergleich zu 2018, als noch 166 Millionen Tonnen abgebaut wurden, hat sich die Menge damit fast halbiert. In den 1980er-Jahren wurden sogar über 430 Millionen Tonnen jährlich aus dem Boden geholt.
Wie utopia.de unter Berufung auf das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE berichtet, wurde zuletzt im Jahr 1914 so wenig Braunkohle gefördert wie im vergangenen Jahr.
Waren früher noch Dutzende Braunkohletagebaue im Bundesgebiet aktiv, sind heute nur noch drei Reviere in Betrieb: Das Rheinische Revier in Nordrhein-Westfalen, das Lausitzer Revier in Brandenburg und Sachsen sowie das Mitteldeutsche Revier in Sachsen-Anhalt und Sachsen.
Der Rückgang ist das Ergebnis des politisch beschlossenen Kohleausstiegs. Deutschland will die Kohleverstromung bis spätestens 2038 beenden. Kraftwerksabschaltungen und der wachsende Anteil erneuerbarer Energien drücken die Nachfrage nach unten.
Braunkohle gilt als besonders klimaschädlich, weil ihre Verbrennung im Verhältnis zur erzeugten Energie besonders viel CO2 freisetzt. Laut dem Umweltinstitut München liegt der Ausstoß bei 1.093 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Kilowattstunde erzeugtem Strom.
Der Trend zeigt klar in die richtige Richtung. Jetzt kommt es darauf an, den Kurs zu halten und den Ausstieg nicht zu verschleppen.