Übergewicht gilt schon lange als Risikofaktor für zahlreiche Krankheiten – von Herzproblemen bis Diabetes. Doch neue Forschung zeigt jetzt: Nicht nur das Gewicht selbst ist entscheidend, sondern auch, wann man zunimmt.
Eine große Langzeitstudie aus Schweden mit mehr als 620.000 Teilnehmern liefert klare Ergebnisse: Wer bereits vor dem 30. Lebensjahr übergewichtig wird, hat ein deutlich höheres Risiko, früh zu sterben.
Die frühe Gewichtszunahme stand in engem Zusammenhang mit einer Reihe schwerer Erkrankungen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Nierenerkrankungen sowie bestimmte Krebsarten. Am stärksten zeigte sich der Zusammenhang beim Typ-2-Diabetes.
Besonders alarmierend: Innerhalb der jungen Altersgruppe erhöhte jedes zusätzliche Kilo pro Jahr das Sterberisiko deutlich: Männer: +18 %, Frauen: +16 %.
Zwar erhöht auch eine Gewichtszunahme im späteren Leben das Risiko – allerdings deutlich weniger stark. Je später das Übergewicht eintritt, desto geringer ist der Einfluss auf die Lebenserwartung.
Die Forscher vermuten: Je länger der Körper mit Übergewicht belastet ist, desto größer sind die Schäden.
Bei Frauen zeigte sich zusätzlich: Auch eine Gewichtszunahme im mittleren Alter (45–60 Jahre) war mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden.
Bei Männern hingegen war vor allem frühe Gewichtszunahme entscheidend.
Die Ergebnisse machen deutlich: Prävention sollte möglichst früh beginnen.
Die Studie liefert eine klare Botschaft: Nicht nur wie viel, sondern auch wann wir zunehmen, beeinflusst unsere Gesundheit und Lebenserwartung.
Wer früh gegensteuert, kann langfristig viel gewinnen – nicht nur an Lebensqualität, sondern möglicherweise auch an Lebenszeit.