Ein Börsengang sorgt weltweit für Aufsehen: Die Weltraumfirma SpaceX von Elon Musk wird an der Börse gehandelt – und katapultiert ihren Gründer laut US-Medien in eine völlig neue Vermögensliga.
Der Börsenstart von SpaceX am Freitag wurde von Investoren mit Spannung erwartet. Die Nachfrage nach den Aktien war offenbar enorm. Laut "Bloomberg" war das Angebot vierfach überzeichnet. Auf dem sogenannten grauen Markt wurden die Papiere bereits vor dem offiziellen Handelsstart deutlich über dem Ausgabepreis gehandelt.
SpaceX bringt rund 555 Millionen Aktien zu je 135 Dollar auf den Markt. Daraus ergibt sich ein Börsenvolumen von knapp 75 Milliarden Dollar. Die Gesamtbewertung des Raumfahrtunternehmens liegt bei rund 1,77 Billionen Dollar.
Besonders profitiert davon Unternehmensgründer Elon Musk. Nach Berechnungen US-amerikanischer Medien steigt sein Vermögen durch den Börsengang auf mehr als 1,1 Billionen Dollar. Damit wäre er der erste Mensch weltweit mit einem Billionen-Vermögen.
Der Großteil dieses Reichtums besteht allerdings aus Unternehmensanteilen. Musk hält nach den vorliegenden Angaben rund 850 Millionen Class-A-Aktien sowie mehr als fünf Milliarden Class-B-Aktien mit erweitertem Stimmrecht. Insgesamt verfügt er über mehr als 46 Prozent der Anteile an SpaceX und rund 83 Prozent der Stimmrechte.
Nicht nur Musk dürfte vom Börsengang profitieren. Nach einer Analyse der Investmentplattform Hill.com könnten mehr als 4.400 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter durch ihre Aktienpakete zu Millionären werden.
Demnach halten rund 400 Beschäftigte sogar Beteiligungen im Wert von mindestens 100 Millionen Dollar. Auch Mitarbeiter außerhalb der Führungsebene sollen über die Jahre Aktienoptionen erhalten haben.
Dazu zählen laut Berichten unter anderem Arbeiter an Raketenstartplätzen, Schweißer, Köche und Mitarbeiter in Kantinen. Viele von ihnen könnten nun von den stark gestiegenen Unternehmenswerten profitieren.
Wie groß die möglichen Gewinne sind, zeigen einzelne Beispiele. Der frühere SpaceX-Ingenieur Trevor Hise besitzt laut der "New York Times" mehr als 100.000 Aktien. Beim Ausgabepreis von 135 Dollar ergibt das einen Wert von mindestens 13,5 Millionen Dollar.
Auch Ex-Mitarbeiter Gavin Petit soll weiterhin mehr als 50.000 Aktien halten. Diese wären auf Basis des Ausgabepreises mindestens 6,75 Millionen Dollar wert.
Die enorme Nachfrage deutet darauf hin, dass viele Anleger auf weiteres Wachstum setzen. Bereits vor dem offiziellen Handelsstart wurden die Aktien laut Berichten zeitweise mehr als 35 Prozent über dem Ausgabepreis gehandelt.