Gut gemeint, teuer bezahlt

Spender will Dinge verschenken, muss 1.500 Euro zahlen

Auch wenn die Absicht noch so nett war: Wer Gebrauchtes verschenken will, muss jetzt mit horrenden Strafen rechnen. Das steckt dahinter.
Digital  Heute
01.06.2026, 20:24
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Es klingt nach einer guten Idee: Ungebrauchte Dinge in eine Kiste packen, "Zu verschenken" darauf schreiben und vor die Tür stellen. Doch was nachhaltig und sozial gedacht ist, kann in Deutschland teuer werden.

In Berlin wurden die Bußgelder für illegale Müllentsorgung drastisch angehoben. Das betrifft nicht nur weggeworfene Zigarettenstummel, sondern auch die beliebten Gratis-Kisten.

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Wie "Chip" berichtet, gelten die aufgestellten Kartons rechtlich als Sperrmüll auf öffentlichem Grund. Dafür drohen Strafen zwischen 1.500 und 11.000 Euro – je nach Menge des abgestellten Materials.

Auch Zigaretten und Hundekot werden teurer

Der neue Bußgeldkatalog trifft auch andere Umweltsünden hart: Für eine weggeworfene Zigarettenkippe werden statt 55 Euro nun 250 Euro fällig. Wer den Hundekot nicht einsammelt, zahlt zwischen 100 und 350 Euro.

Das Problem: Viele Menschen stellen die Verschenk-Kisten in guter Absicht auf. Sie wollen gebrauchten Gegenständen ein zweites Leben geben, statt sie wegzuwerfen. Doch ohne Genehmigung ist das auf öffentlichen Flächen schlicht verboten.

Alternative: Kreislaufschränke

Wer trotzdem verschenken will, sollte auf legale Alternativen setzen. In manchen Städten gibt es sogenannte Kreislaufschränke – ähnlich wie Bücherschränke. Dort können Gegenstände legal abgegeben und mitgenommen werden.

Ob die hohen Strafen tatsächlich durchgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Denn dafür braucht es ausreichend Personal für Kontrollen – und das ist in vielen Städten Mangelware.

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