Hitziges Duell im Risiko-Spiel der Österreich-Gruppe in der Nations League! Irland und Israel trennten sich am Sonntag mit 1:1. Das Ergebnis ist für das ÖFB-Team im Kampf um den Sieg in der Gruppe B3 Gold wert. Überschattet wurde die Partie allerdings von einem Eklat.
Kurz nach dem Halbzeitpfiff gerieten Spieler und Betreuer beider Mannschaften auf dem Weg in die Kabinen aneinander. Es kam zu einer Rudelbildung.
Der schwere Vorwurf: Laut irischen Medien soll ein israelischer Spieler Irlands Fitnesstrainer Damien Doyle bespuckt haben.
Schon vor dem Anpfiff war die Stimmung angespannt. Die Partie wurde auf neutralem Boden im serbischen Backa Topola ausgetragen.
Wie bereits beim ersten Duell verzichteten die irischen Spieler auf das Abklatschen mit den Israelis. Bei der israelischen Hymne senkten sie ihre Köpfe. Irlands Kapitän Caoimhin Kelleher verweigerte bei der Seitenwahl zudem den Handschlag mit Israels Kapitän Dor Peretz.
Beide Teams liefen mit Trauerflor auf. Irland gedachte nach eigenen Angaben aller Opfer des Nahost-Konflikts, Israel der Opfer des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023.
Auch sportlich ging es zur Sache. Troy Parrott brachte Irland in der 39. Minute per Elfmeter mit 1:0 in Führung. Kurz nach Wiederbeginn schlug Israel zurück. Kapitän Peretz erzielte in der 47. Minute den Ausgleich.
Israel hatte danach sogar Chancen auf den Sieg. Omri Gandelman und Oscar Gloukh scheiterten jeweils an der Stange. Es blieb beim 1:1.
Darüber darf sich ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick freuen. Österreich liegt vor den zwei ausstehenden Nations-League-Partien gegen Irland und Israel drei Zähler vor dem Kosovo und Irland auf Platz eins.