Jahrelang waren fiese Parkplatz-Abzocken nach dem Schema "Besitzstörungsklage" Aufreger Nummer 1: Kurz in einer Sackgasse gewendet, mit dem Hinterreifen einen Meter zu weit über den Fahrbahnrand gekommen, flatterte wenig später ein Anwaltsbrief ins Haus. Gut und gerne 500 Euro kostete so ein "Vergehen".
Seit 1. Jänner ist das in dieser Form nicht mehr möglich. Nach massivem öffentlichem Druck (und zahlreichen "Heute"-Artikeln) hat die Bundesregierung reagiert: Solche "KFZ-Besitzstörungen" dürfen den Beklagten seitdem nur mehr maximal 200 Euro kosten. Die Masche dürfte sich für viele dadurch nicht mehr lohnen.
Eine besonders fiese Falle gibt es aber immer noch in Salzburg-Lehen. Besagte Parkfläche befindet sich direkt an einer Drogerie-Filiale und einer Post-Box, die Plätze wirken offiziell. Doch wer kein Kunde des Fitnessstudios im Obergeschoß ist, erhält dort eine saftige Strafe.
Genau davor warnen jetzt nicht nur Schilder des Eigentümers, sondern auch eine Bodenmarkierung auf öffentlichem Grund unmittelbar davor. "ACHTUNG PRIVAT" steht dort jetzt unmissverständlich. Ein Paket abzuholen oder Klopapier zu kaufen, soll jetzt nicht mehr Hunderte Euro kosten.
"Über die Parkfalle bei der Neuen Mitte Lehen haben sich jahrelang Menschen geärgert – ich habe jetzt den Auftrag gegeben, mit Markierungen am Gehsteig davor vor der Abzocke zu warnen. Je mehr es sich rumspricht, desto besser", schreibt der für Bauwesen zuständige Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl auf Instagram.