Kinderpornografisches Material

Steirer (34) erpresste Frauen mit alten Sexvideos

Grausiger Fall in der Steiermark: Ein 34-Jähriger erschlich sich vor Jahren Nacktaufnahmen von Jugendlichen. Später setzte er sie damit unter Druck.
Newsdesk Heute
27.02.2026, 22:03
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Ins Rollen gebracht wurde der Fall von einer Frau aus Deutschland. Wie auch andere, meist minderjährige Mädchen, soll sie dem heute 34-Jährigen Nacktaufnahmen geschickt haben. Jahre später wurde sie von ihm damit erpresst.

Begonnen haben soll der Steirer seine Machenschaften bereits im Jahr 2015. Auf verschiedenen Online-Plattformen gab er sich entweder als 15- bis 20-Jähriger aus oder gar als Mädchen. Sein Ziel war es, sich Nacktaufnahmen von Mädchen zu sichern.

Angeklagte verlangte "grauslichste Sachen"

Nun musste sich der 34-Jährige vor Gericht verantworten, berichtet die "Kleine Zeitung". Laut dem Richter wurde sein Vorgehen als "heimtückisch, grausam, qualvoll und ungemein belastend für die Opfer" beschrieben.

Der Staatsanwalt betonte, dass der Mann seine Opfer dazu genötigt hat, geschlechtliche Handlungen durchzuführen und ihm die Aufnahmen davon zu senden. Die Rede war von "grauslichste Sachen".

Jahre später – als die Opfer bereits erwachsen waren – hat er sich erneut bei ihnen gemeldet und von ihnen neue Aufnahmen verlangt. Sollten sie dieser Forderung nicht nachkommen, werde er das alte Videomaterial an "Arbeitgeber, Familien, Freunde und Kirchenfreunde" der Frauen senden.

Fünf Jahre Haft

Der Beschuldigte versuchte sich damit zu verteidigen, dass er sein Leben komplett in die Online-Welt verlagert hätte. Als im Zuge einer Hausdurchsuchung im Jahr 2020 auch Festplatten mit kinderpornografischem Material entdeckt wurden, war es für ihn vorbei. Sein Verhalten erklärten der Steirer und sein Anwalt mit einer Angst- und Sexstörung.

Dies wollte ihm die beisitzende Richterin jedoch nicht durchgehen lassen. Für ihren Geschmack würde sich der Beschuldigte zu sehr in eine Opferrolle drängen. Die wahren Opfer seien allerdings die Frauen, die er unter Druck gesetzt hatte.

Schlussendlich wurde der 34-Jährige schuldig gesprochen. Laut dem Gericht sei die "kriminelle Energie" des Mannes nicht mit einer Störung zu entschuldigen. Das nicht rechtskräftige Urteil lautete fünf Jahre Haft.

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