Nach 50 Jahren ist Schluss

Steirisches Skigebiet stellt Betrieb für immer ein

Nach rund 50 Jahren besiegeln zu hohe Beschneiungskosten und sinkende Einnahmen das Ende des Liftbetriebs am Gaberl in der Steiermark.
Heute Life
21.09.2026, 14:14
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Das Ende einer Ski-Ära: Nach rund fünf Jahrzehnten werden am Gaberl die großen Schlepplifte nicht mehr in Betrieb gehen. Die Kosten für die Pistenbeschneiung sind für den Betreiber Thomas Gauss zu hoch geworden, gleichzeitig sind die Einnahmen gesunken.

Für Gauss ist damit klar: Der klassische Skibetrieb hat am Gaberl keine wirtschaftliche Zukunft mehr.

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Die Hälfte des Umsatzes für Schnee

Das Problem lässt sich laut Betreiber auf eine Zahl herunterbrechen: Rund die Hälfte des Umsatzes floss zuletzt in die notwendige Beschneiung, erklärte er gegenüber dem "ORF Steiermark".

Ohne künstlichen Schnee sei ein verlässlicher Skibetrieb nicht mehr möglich. Gleichzeitig würden die Erwartungen der Gäste steigen. Viele Skifahrerinnen und Skifahrer wollten heute perfekt präparierte Pisten – auch dann, wenn Frau Holle nicht ausreichend liefert. Für ein kleines Skigebiet wird das zur enormen Belastung.

Nach 50 Jahren

Seit rund 120 Jahren wird am Gaberl Ski gefahren. Etwa die Hälfte dieser Zeit gab es dort auch Liftbetrieb. Jetzt ist diese Ära zu Ende. Im Sommer 2026 wurde der reguläre Skibetrieb an den großen Anlagen dauerhaft eingestellt. Die Liftanlage wurde zum Verkauf ausgeschrieben.

Gauss sieht die Entwicklung auch als Weckruf für die Wintersportbranche. Sein Appell richtet sich an jene, die kleine Skigebiete erhalten wollen: Sie müssten auch entsprechend unterstützt und besucht werden.

Denn während große Skigebiete hohe Summen in Beschneiung und Infrastruktur investieren können, stoßen kleinere Betreiber wesentlich schneller an finanzielle Grenzen.

Das Gaberl bleibt ein Winterziel

Ganz vorbei ist der Winter am Gaberl dennoch nicht. Das kleine Kinderland beziehungsweise der Lift an der Kinderwiese soll erhalten bleiben. Auch Langlaufen und Wandern sollen weiterhin möglich sein.

Das Gaberl will sich damit stärker auf alternative winterliche Freizeitangebote konzentrieren.

red,21.09.2026, 14:14
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