Das Getränkewagerl rollt durch den Gang, die Flugbegleiterin wartet auf die Bestellung – und plötzlich klingt selbst ein einfacher Tomatensaft nach Urlaub. Cola, Kaffee oder vielleicht doch ein Gläschen Wein? Wer seinem Körper über den Wolken etwas Gutes tun möchte, sollte es allerdings deutlich simpler halten.
Wer nach einigen Stunden im Flieger trockene Lippen bekommt oder plötzlich einen kratzigen Hals und gereizte Augen bemerkt, kennt den Effekt bereits. Die Luftfeuchtigkeit in einer Flugzeugkabine ist ausgesprochen niedrig und kann laut Weltgesundheitsorganisation WHO auf Langstreckenflügen auf weniger als zehn Prozent fallen.
Zum Vergleich: In Innenräumen am Boden empfinden wir eine deutlich höhere Luftfeuchtigkeit als angenehmer. Die trockene Kabinenluft kann sich deshalb vor allem an Haut, Augen sowie den Schleimhäuten von Nase und Hals bemerkbar machen.
Wasser ist hier die denkbar unkomplizierteste Wahl: Wer während der Reise regelmäßig trinkt, hält seine normale Flüssigkeitszufuhr aufrecht und kann insbesondere das unangenehme Gefühl von Trockenheit im Mund und Rachen abmildern.
Allerdings hält sich rund ums Fliegen ein hartnäckiger Mythos: Häufig heißt es, der Körper würde durch die trockene Luft in der Kabine regelrecht austrocknen und man müsse deshalb besonders große Mengen Wasser trinken.
Ganz so dramatisch ist es nicht. Die WHO weist darauf hin, dass die geringe Luftfeuchtigkeit zwar für trockene Schleimhäute sorgen kann, aber nicht automatisch zu einer relevanten inneren Dehydrierung führt. Gesunde Passagiere müssen allein deshalb also nicht zwangsläufig mehr trinken als gewöhnlich. Wichtiger ist, das Trinken zwischen Check-in, Boarding, Film und Nickerchen nicht völlig zu vergessen.
Spezielle Wellness-Getränke oder vermeintliche Hydrations-Wundermittel braucht es für einen gewöhnlichen Flug somit nicht. Für gesunde Reisende bleibt Wasser eine simple und kalorienfreie Möglichkeit, die normale Flüssigkeitszufuhr beizubehalten.