"Pandemie wird nicht warten"

Wilder Streit in der WHO um das Pandemie-Abkommen

Das Pandemie-Abkommen der WHO bleibt weiter ohne Einigung. Streitpunkte verzögern dringend nötige Regeln für den Umgang mit künftigen Erregern.
Newsdesk Heute
20.07.2026, 22:56
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Im Fall einer neuen Pandemie ist noch immer nicht geregelt, wie mit den Erregern umgegangen wird und wie Menschen zu Tests und Impfstoffen kommen.

Die Mitgliedsländer der Weltgesundheitsorganisation WHO konnten sich nämlich auch in der siebten Verhandlungsrunde nicht auf die offenen Punkte des Pandemie-Abkommens einigen, das eigentlich schon 2025 beschlossen wurde.

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Die WHO teilte am Montag in Genf mit, dass "weitere Gespräche nötig" seien, damit man bei künftigen Pandemien schneller und besser reagieren kann. Seit Jahren gibt es zwischen reichen Ländern und Entwicklungsländern Streit darüber, wie wissenschaftliche Infos zu neuen Erregern möglichst rasch geteilt werden.

Es geht um Geld, viel Geld

Im Hintergrund geht es dabei um viel Geld – nämlich um die Herstellung von Tests, Impfstoffen und Medikamenten. "Die Aufgabe ist entscheidend und dringlich. Die nächste Pandemie wird nicht warten, wir sollten es auch nicht", warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Rund 190 Mitgliedsländer der WHO haben nach der Corona-Krise ein internationales Pandemie-Abkommen ausgehandelt, damit wir beim nächsten Mal besser vorbereitet sind. Das Abkommen wurde zwar im Mai 2025 beschlossen, aber wichtige Details fehlen noch.

Im Mittelpunkt steht ein Mechanismus mit dem Kürzel PABS (Pathogen Access and Benefit-Sharing). Damit sollen Labore wichtige Daten zu neuen Erregern bekommen und im Gegenzug der WHO Zugang zu ihren Tests, Impfstoffen und Medikamenten geben.

Das Abkommen kann aber erst in Kraft treten, wenn dieser PABS-Mechanismus fertig verhandelt ist. Im September soll es die nächste Gesprächsrunde geben.

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