Chaos auf dem Gepäckband

Diese Koffer-Farbe kann am Airport für Probleme sorgen

Schlicht & praktisch: Viele greifen beim Kofferkauf zur schwarzen Variante. Am Gepäckband kann diese Entscheidung allerdings zum Problem werden.
Heute Life
18.09.2026, 12:36
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Endlich gelandet, raus aus dem Flieger und nur noch schnell den Koffer holen. Doch am Gepäckband ziehen plötzlich zehn schwarze Trolleys vorbei, die dem eigenen zum Verwechseln ähnlich sehen. War das jetzt meiner? Oder doch der nächste?

Dieses Problem kennt auch Ryanair: Die Airline gibt Reisenden einen überraschend simplen Tipp: Wer mit einem schwarzen, dunkelblauen oder grauen Koffer unterwegs ist, sollte sein Gepäck möglichst auffällig kennzeichnen. Denn gerade die beliebtesten Farben können am Gepäckband schnell für Verwirrung sorgen.

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Schwarze Koffer gehen in der Masse unter

Schwarz gilt bei Reisegepäck als zeitlos, unauffällig und praktisch – das kann am Flughafen aber allerdings zum Nachteil werden. Ryanair empfiehlt deshalb, aufgegebenes Gepäck leichter erkennbar zu machen – insbesondere dann, wenn der Koffer schwarz, marineblau oder grau ist. Die Airline scherzt in ihren Reisetipps sogar, diese Farben würden gefühlt von "99,9 Prozent" der übrigen Bevölkerung verwendet.

Das Problem ist weniger die Farbe selbst als die Verwechslungsgefahr: Stehen oder rollen zahlreiche beinahe identische dunkle Koffer nebeneinander, lässt sich das eigene Gepäckstück schlechter auf Anhieb erkennen.

Flughafen-Chef warnte vor dunklem Gepäck

Mit dieser Einschätzung stand die Billig-Airline nicht alleine da. Bereits während des großen Gepäckchaos im Sommer 2022 machte auch Stefan Schulte, Chef des Frankfurter Flughafens, auf das Problem aufmerksam. Die Vielzahl schwarzer Rollkoffer erschwere die Unterscheidung der Gepäckstücke, erklärte er damals. Auch ein Flughafensprecher verwies darauf, dass die Identifizierung dadurch zeitaufwendiger werden könne. Reisenden wurde deshalb empfohlen, möglichst auffälliges Gepäck zu verwenden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ein schwarzer Koffer allein wegen seiner Farbe häufiger vom Gepäcksystem verloren wird. Vielmehr lässt er sich unter zahlreichen ähnlichen Gepäckstücken schlechter unterscheiden – sowohl für Reisende als auch dann, wenn ein herrenloser Koffer identifiziert werden muss.

Ein buntes Band kann schon helfen

Wer jetzt nicht gleich einen neuen Koffer in Neonpink kaufen möchte, kann beruhigt sein. Auch Ryanair empfiehlt eine wesentlich günstigere Lösung: Ein farbiger Gepäckanhänger oder ein auffälliges Band am Griff kann bereits dafür sorgen, dass sich der eigene schwarze Koffer deutlich von seinen Doppelgängern abhebt. Zusätzlich sollte das Gepäck eindeutig gekennzeichnet sein. Ryanair schreibt für aufgegebenes Gepäck ohnehin vor, dass der Name oder eine andere persönliche Identifikation am Gepäckstück angebracht sein muss.

Auch der Flughafen Wien empfiehlt Reisenden, ihre Koffer klar mit einem Namens- und Adressanhänger zu markieren. Alte Gepäckanhänger und Klebestreifen früherer Reisen sollten dagegen entfernt werden: Zu viele unterschiedliche Kennzeichnungen können laut Flughafen das Gepäck-Tracking verwirren und die korrekte Zuordnung erschweren.

Vor dem Abflug noch schnell ein Foto machen

Ein zusätzlicher Handgriff kann im Ernstfall ebenfalls hilfreich sein: Vor der Gepäckaufgabe ein aktuelles Foto des Koffers machen. Muss das Gepäck später beschrieben werden, hat man Farbe, Form und auffällige Merkmale direkt griffbereit. Und wer beim nächsten Kofferkauf ohnehin vor der Farbwahl steht, kann überlegen, statt zum hundertsten schwarzen Modell zu einer auffälligeren Variante zu greifen.

red,18.09.2026, 12:36