Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, hat neben Maut, Vignette und Unterkunft noch eine weitere Rechnung im Blick: den Tank. Und die kann es bei den aktuellen Rekord-Spritpreisen gewaltig in sich haben.
Wie tief Autofahrer derzeit in Österreich in die Tasche greifen müssen, zeigt der aktuelle Spritpreis-Überblick des ÖAMTC. Der Mobilitätsclub weist für den 16. September einen österreichweiten Median von 2,268 Euro für Diesel und 1,959 Euro für Super aus.
Damit bleibt Tanken hierzulande teuer. Erschwinglicher sind die Spritpreise hingegen in einigen Nachbar- und beliebten Urlaubsländern. Das zeigt die aktuelle Auswertung der Europäischen Kommission zu den Tagesdurchschnittspreisen in den 27 EU-Staaten.
Ein Blick auf das aktuelle EU-Ölbulletin zeigt, wie stark die Preise innerhalb Europas auseinandergehen. Je nach Land ergeben sich demnach beim Benzin Preisunterschiede von bis zu 1,22 Euro pro Liter (Stand: 17. September 2026). Wobei das Benzin in Dänemark am teuersten ist. Ein Liter Super kostet hier 2,56 Euro. Auf Platz 2 folgen die Niederlande mit 2,43 Euro. Dahinter liegt auf Platz 3 Deutschland mit 2,36 Euro.
Österreich liegt beim europäischen Vergleich mit rund 1,89 Euro je Liter Benzin im Mittelfeld. Günstiger ist es in Kroatien mit 1,74 Euro pro Liter. In Malta (1,34 Euro), Schweden (1,51 Euro) und Bulgarien (1,62 Euro) ist der Kraftstoff jedoch am günstigsten.
Auch beim Diesel ist Malta der günstigste Tank-Stopp in der EU. Der Liter liegt dort bei rund 1,21 Euro. Dahinter folgen Spanien mit 1,83 Euro, Slowenien mit 1,85 Euro und Bulgarien mit 1,86 Euro.
Für Autofahrer auf der klassischen Route Richtung Adria sind auch Kroatien mit rund 1,92 Euro und Slowenien mit rund 1,85 Euro interessant. Österreich liegt beim EU-Vergleich bei rund 2,20 Euro je Liter Diesel.
Die Europäische Kommission veröffentlicht in ihrem Ölbulletin wöchentlich die Verbraucherpreise für Erdölprodukte in den EU-Ländern. Die nationalen Daten und Preise werden der Kommission jeweils mittwochs übermittelt und sind donnerstags online abrufbar.
Wer sparen will, sollte laut ÖAMTC möglichst nicht direkt an der Autobahn tanken. Schon wenige Kilometer abseits der Route können einen deutlichen Preisunterschied bringen.
Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle: In Österreich dürfen die Preise derzeit grundsätzlich einmal täglich um 12 Uhr erhöht werden. Preissenkungen sind dagegen jederzeit möglich. Der ÖAMTC empfiehlt deshalb, möglichst am Vormittag und vor der Mittags-Preiserhöhung zu tanken. Wer das nicht schafft, kann auch am Abend wieder auf günstigere Preise hoffen.