Der Himmel wird dunkel, die ersten Tropfen fallen – also schnell noch den Regenschirm einpacken, bevor es auf die Kaiser Wiesn geht. Was nach vernünftiger Vorbereitung klingt, kann spätestens vor dem Festzelt zum Problem werden.
Was viele Besucher nicht wissen: Auf dem Gelände der Wiener Kaiser Wiesn sind Regenschirme grundsätzlich erlaubt. Für die Festzelte und Almen gelten allerdings strengere Regeln. Das Team der Wiener Kaiser Wiesn, erklärt im "Heute"-Interview, was Gäste vor ihrem Besuch wissen sollten.
Der Grund für die Regel ist weniger das Wetter als die Sicherheit. Wo zahlreiche Menschen gemeinsam feiern, können vor allem größere Regenschirme zum Hindernis werden: "Bei dichtem Gedränge können Schirmspitzen eine Verletzungsgefahr darstellen, zudem können größere Schirme die Bewegungs- und Fluchtwege beeinträchtigen", erklärt uns das Team gegenüber "Heute".
Deshalb gilt: Auf das eigentliche Festgelände darf der Regenschirm mitgenommen werden. Wer anschließend eines der Festzelte oder eine Alm betreten möchte, muss einen größeren Schirm jedoch draußen lassen.
Ganz ohne Schirm müssen Wiesn-Besucher trotzdem nicht auskommen. Denn die Regel kennt eine entscheidende Ausnahme: Kleine Taschenschirme, sogenannte "Knirpse", dürfen auch in die Festzelte und Almen mitgenommen werden. Das Verbot betrifft somit nicht pauschal jeden Regenschirm, sondern größere Modelle, bei denen die Veranstalter ein entsprechendes Sicherheitsrisiko sehen.
Gerade bei wechselhaftem Wetter kann sich vor dem Wiesn-Besuch also ein Blick auf das eigene Schirmmodell lohnen.
Wer erst vor dem Zelteingang feststellt, dass der mitgebrachte Regenschirm nicht hinein darf, muss deshalb nicht gleich wieder nach Hause fahren – und den Schirm schon gar nicht wegwerfen. Vor jedem Festzelt stehen laut Veranstalter eigene Aufbewahrungsboxen für Regenschirme bereit. Dort können Gäste ihren Schirm für die Dauer des Zeltbesuchs zurücklassen und anschließend wieder mitnehmen.
Einen wichtigen Haken gibt es allerdings: Die Aufbewahrung erfolgt auf eigene Verantwortung. Für Schirme, die in diesen Boxen abgelegt werden, übernimmt der Veranstalter keine Haftung.
Entscheidend ist damit vor allem die Unterscheidung zwischen dem gesamten Veranstaltungsgelände und den einzelnen Festzelten: Wer lediglich über das Gelände schlendert, darf seinen Regenschirm grundsätzlich bei sich haben. Erst beim Zutritt zu den entsprechenden Innenbereichen greift die Einschränkung für größere Modelle.
Die Wiener Kaiser Wiesn empfiehlt Gästen deshalb, sich bereits vor der Anreise über die aktuellen Einlass- und Sicherheitsbestimmungen zu informieren. Gegenstände, die in bestimmten Bereichen nicht erlaubt sind, sollten nach Möglichkeit gar nicht erst mitgebracht werden.