Aufstehen, wenn die Sonne über den Bergen aufgeht, Pferde versorgen und anschließend die spektakuläre Landschaft Neuseelands erkunden: Für Tierfreunde klingt das nach einem ziemlich perfekten Urlaub.
Im Cardrona Valley auf der Südinsel macht die Kind Farm genau so ein Erlebnis möglich. Über HelpX werden Helfer gesucht, die im Gegenzug für ihre Unterstützung kostenlos direkt auf der Farm wohnen können. Vier Stunden Mithilfe am Vormittag stehen an fünf von sieben Tagen auf dem Programm. Danach gehört der Tag den Reisenden.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen gerettete Tiere. Auf der Farm leben unter anderem Pferde, Ponys, Esel, Kühe, Schafe, Schweine, Ziegen und Hunde. Kind Farm setzt nach eigenen Angaben auf langfristige Betreuung, artgerechte Ernährung und abwechslungsreiche Lebensräume. Gleichzeitig wird an der Natur rund um den Hof gearbeitet.
Untergebracht werden die Helfer in einer kleinen Farm-Kabine. Je nach Variante gibt es zwei Einzelbetten oder ein Doppelbett. Luxusresort ist das natürlich keines – dafür liegt die Unterkunft mitten im ländlichen Neuseeland und direkt dort, wo die tägliche Arbeit stattfindet. Und die hat es durchaus in sich.
Ställe und Gehege reinigen, Weiden pflegen, Pferde und Esel striegeln oder Ponys und Esel ausführen gehören zum Alltag. Auch Ziegen und Schweine wollen versorgt werden. Dazu kommen Arbeiten in der hofeigenen Gärtnerei: Setzlinge eintopfen, Unkraut jäten und Pflanzen setzen.
Wer hier mitmacht, sollte daher keine romantische Kuschelstunde mit Ponys erwarten. Gefragt sind robuste Schuhe, frühes Aufstehen und die Bereitschaft, dort anzupacken, wo gerade Hilfe gebraucht wird.
Nach getaner Arbeit wartet dafür eine der schönsten Regionen der neuseeländischen Südinsel. Die Farm liegt rund 15 Minuten von Wānaka entfernt, Queenstown ist etwa 40 Minuten entfernt. Auch das Cardrona Alpine Resort liegt in der Nähe.
An den beiden freien Tagen bleibt damit reichlich Gelegenheit für das, wofür viele nach Neuseeland reisen: Wandern, Berge, Seen und Wintersport.
Ein Punkt sollte vor der Abreise jedoch unbedingt geklärt werden: die Einreise- und Arbeitsbestimmungen. Die neuseeländische Einwanderungsbehörde weist darauf hin, dass auch Unterkunft als finanzielle Gegenleistung gewertet werden kann. Je nach persönlicher Situation kann daher eine entsprechende Arbeitserlaubnis nötig sein.
Für bestimmte Reisende kann ein Working-Holiday-Visum infrage kommen. Welche Regeln gelten, hängt unter anderem von Alter und Staatsangehörigkeit ab.