Die extreme Trockenheit lässt Österreichs Wiesen verdorren und die Heupreise massiv steigen. Für Tierschutzhöfe wird die Versorgung ihrer geretteten Tiere damit zunehmend zum finanziellen Kraftakt.
Monatelange Trockenheit und ausbleibender Regen hinterlassen auf Österreichs Wiesen deutliche Spuren. Regional soll bereits bis zur Hälfte der üblichen Heuernte fehlen, Landwirte greifen teilweise schon jetzt auf Vorräte zurück, die eigentlich für den Winter gedacht waren. Die Knappheit schlägt sich auch im Preis nieder: Nach Angaben des Österreichischen Tierschutzvereins kostete gewöhnliches Wiesenheu im August 2025 noch etwa 140 bis 180 Euro pro Tonne, aktuell werden bereits 190 bis 225 Euro verlangt – mit weiter steigender Tendenz.
Besonders hart trifft die Entwicklung Einrichtungen, die zahlreiche gerettete Tiere versorgen. Allein die Pferdeklappe in Reutte benötigt monatlich rund 14 Tonnen Heu für 28 Pferde und zwei Esel. Auch am Assisi-Hof in Stockerau sind vier Esel, neun Ziegen, sechs Schafe, 22 Kaninchen und zehn Meerschweinchen täglich auf Raufutter angewiesen. "Diese Entwicklung trifft den Österreichischen Tierschutzverein mit voller Wucht", warnt Vereinssprecher Alexios Wiklund.
Mittlerweile schlagen die Heukosten für beide Höfe laut Verein mit rund 6.000 Euro pro Monat zu Buche. Gleichzeitig schrumpfen die Vorräte und Nachschub wird immer teurer. Der Österreichische Tierschutzverein ruft deshalb zu Spenden auf, um die Versorgung in den kommenden Monaten sicherzustellen. Für viele der Schützlinge ist Heu schließlich weit mehr als nur Futter: Pferde, Esel, Kaninchen und andere Pflanzenfresser benötigen ausreichend Raufutter für eine funktionierende Verdauung.
„Unsere Tiere haben oft eine Leidensgeschichte hinter sich und haben bei uns ein sicheres Zuhause gefunden. Wir dürfen sie jetzt nicht im Stich lassen.“Stephanie LangAssisi-Hof
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Mit seiner Aktion "Heunotfall" hofft der Verein nun auf Unterstützung aus der Bevölkerung – damit die Trockenheit am Ende nicht auch noch die Futternäpfe und Heuraufen der geretteten Tiere leer zurücklässt.