Tierische Rettung

Esel aus Israel finden neues Zuhause in Leoben

Nach wochenlangen Hürden fanden 15 gerettete Esel aus Israel ein neues Zuhause bei der Eselrettung Österreich in Leoben.
Österreich Heute
28.08.2026, 09:08
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"Wir haben Verantwortung übernommen – Verantwortung für Tiere, die darauf angewiesen sind, dass Menschen nicht wegsehen", sagt Ulrich Kettner, der Chef der Eselrettung Österreich. Der Verein mit Sitz in Leoben hat jetzt 15 Esel in Not aufgenommen und sie mit viel Aufwand von Israel nach Österreich gebracht.

Doch damit nicht genug, wie Kettner weiter erklärt: "Wir haben gleichzeitig eine Brücke geschlagen über Ländergrenzen, Sprachbarrieren und Tausende Kilometer hinweg." Dafür hat sich Kettner mit der Organisation "Starting Over Sanctuary" vernetzt – das ist ein Zufluchtsort für einen Neuanfang.

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Die Leute von dieser Organisation sind im Internet auf die Eselrettung Österreich gestoßen und haben Kettner kontaktiert. Das Ziel war klar: Gequälte und misshandelte Esel aus Israel nach Leoben holen, damit sie wieder auf die Beine kommen und ein artgerechtes Leben führen können.

Das war aber alles andere als einfach. "Pläne wurden gemacht, verworfen und wieder neu gefasst. Termine wurden vereinbart und wieder verschoben. Sobald wir geglaubt haben, dass alles funktionieren würde, ist die nächste Nachricht gekommen und die Welt hat wieder ganz anders ausgesehen", erinnert sich Kettner. Im Mittelpunkt stand immer die eine Frage: "Wann werden die Esel aus Israel endlich bei uns sein?", sagt er.

Für Kettner ist das Wohl der Esel eine echte Herzensangelegenheit. Derzeit kümmert sich die Eselrettung Österreich um insgesamt 190 Tiere, viele davon in der Montanstadt Leoben. Vor wenigen Tagen war es dann endlich so weit: Nach wochenlangen organisatorischen Hürden sind die 15 Esel in Leoben angekommen und haben ihr neues Zuhause bezogen.

„Für mich persönlich ist dieser Tag einer der größten Schritte und eines der bedeutendsten Ereignisse im bisherigen Werdegang unserer Eselrettung Österreich.“
Ulrich KettnerChef, Eselrettung Österreich

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Es geht ihm dabei nicht darum, irgendwem etwas zu beweisen. "Wir sind stolz, weil hinter dem Tag der Ankunft unzählige Stunden Arbeit, Telefonate, Nachrichten, Organisation und vor allem Menschen stehen, die nicht aufgegeben haben, als es schwierig geworden ist." Und das sei "oft genug" der Fall gewesen, sagt Kettner.

Der Flug der Esel musste mehrmals verschoben werden. "Wir wollten die Tiere selbst in Lüttich abholen und sie auf ihrem letzten Stück ihrer langen Reise persönlich nach Österreich bringen", erzählt Kettner. Das hat sich aber als nicht machbar herausgestellt.

"Aufgeben war aber keine Option. Schlussendlich ist es uns gelungen, mit einer französischen Pferdetransportfirma eine Lösung für die letzten Kilometer einer Reise, die für die Esel 3500 Kilometer entfernt in Israel begonnen hatte", so Kettner.

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