Die Arbeitnehmer in Österreich dürften laut Bericht der Plattform Finanz.at auch im kommenden Jahr wieder mehr verdienen. Hintergrund ist die 2022 beschlossene, 2023 erstmals berücksichtige Abschaffung der kalten Progression. Seither werden die Lohnsteuergrenzen alljährlich zumindest um einen Teil der Inflationsrate angehoben.
Basis für die Tarifanpassung 2026 ist die durchschnittliche bzw. rollierende Inflation von Juli 2024 bis Juni 2025. Diese liegt laut Schnellschätzung bei 2,63 Prozent. Davon werden zwei Drittel, also voraussichtlich 1,75 Prozent, automatisch auf alle Steuertarife mit Ausnahme des Spitzensteuersatzes (55 Prozent ab einer Million Euro) angewendet. Das dritte Drittel wird hingegen im kommenden Jahr ausgelassen und zur Budgetsanierung genutzt.
Gemeinsam mit Finanz.at hat Heute.at einen Überblick erstellt, wie sich die neue Lohnsteuertabelle auf das monatliche Einkommen auswirken könnte. In dieser Rechnung nicht berücksichtigt sind allfällige Absetz- und Freibeträge, mögliche Gehaltserhöhungen aufgrund von KV-Verhandlungen sowie höhere Sozialversicherungsbeiträge. Auch die 1,75 Prozent sind noch nicht abgesegnet. Eine finale Entscheidung seitens der Regierung steht ja noch aus.
Was die Prognose auch zeigt: Von der Neuregelung profitieren Arbeitnehmer ab einem monatlichen Bruttogehalt von knapp unter 1.600 Euro. Sie verdienen 2026 voraussichtlich 4,59 Euro pro Monat bzw. 55,12 Euro pro Jahr mehr. Bei Besserverdienern sind bis zu 24,04 Euro im Monat bzw. bis zu 288,50 Euro im Jahr zusätzlich möglich.