Die dänische Hauptstadt nimmt sich einen besonders stinkenden Müllberg vor: Künftig sollen die Kopenhagener ihre benutzten Windeln in eigene Abfalltonnen sortieren.
Denn diese werden mitsamt Inhalt wiederverwertet.
Insgesamt 5.000 Tonnen Abfall sollen auf diese Weise spätestens ab 2029 eingespart werden. Bis zu 94 Prozent der Windelabfälle können dabei weiterverarbeitet werden.
Das recycelte Plastik der Windeln könne für viele neue Plastikprodukte benutzt werden, heißt es auf focus.de. Zellulose und Baby-Kacke etwa könnten zur Herstellung von Biogas, Strom oder Fernwärme dienen.
Eine benutzte Windel enthält bis zu 60 Prozent Flüssigkeit. Diese wird so behandelt, dass damit Müllautos gewaschen werden können. Die superabsorbierenden Polymere werden zu einem Bindemittel für die Bauindustrie verarbeitet.
Die Stadt stellt die Mülltonnen ab sofort an Kitas und Mehrfamilienhäusern auf, in denen mindestens sechs Kinder zwischen 0 und 4 Jahren leben. Ab dem kommenden Jahr sollen auch Pflegeheime und Seniorenwohnungen mitmachen.
Jede Woche werden die Tonnen abgeholt. Wichtig dabei: Vor dem Entsorgen muss ein Knoten in die Tüte gemacht werden.