Vor wenigen Tagen hat René Benko die Gefängnismauern verlassen. Der Signa-Gründer trägt jetzt Fußfessel und kann nun sein Leben in seiner neuen 60 Quadratmeter großen Wohnung im Fernsehen Revue passieren lassen.
"Benko - Size Does Matter" zeigt am 2. November (ORF1, 20.15 Uhr) den Aufstieg und spektakulären Zusammenbruch seines Immobilienimperiums. Publikumsliebling Thomas Stipsits verkörpert den gefallenen Unternehmer in der fiktionalen Tragikomödie.
Dabei fällt sofort auf: Stipsits sieht dem einstigen Immobilien-Wunderwuzzi kaum ähnlich. Doch genau das ist beabsichtigt. Der Film will Benkos Leben nicht einfach nachspielen, sondern den Menschen hinter der öffentlichen Figur zeigen.
Der Schauspieler und Kabarettist verkörpert einen Benko, der charmant, witzig und verletzlich sein kann. Einen Mann, der andere mit seinen Visionen begeistert und zum Mitmachen überredet. Gleichzeitig zeigt der Film die Schattenseiten eines Unternehmers, der immer höher hinauswollte.
Eine besondere Rolle übernimmt der deutsche Schauspielstar Heino Ferch: Er spielt Benkos unsichtbaren Begleiter, eine Art innere Stimme, die nur der Immobilien-Tycoon selbst wahrnehmen kann. Mal tritt Ferch als Verführer auf, mal als Gewissen, dann wieder als gnadenloser Antreiber. Gemeinsam zeichnen die beiden Schauspieler das Bild eines Mannes, der zwischen grenzenlosem Ehrgeiz, Macht und Selbstüberschätzung gefangen ist.
Parallel dazu versuchen zwei Journalisten, gespielt von Harald Schrott und Renate Regel, hinter die glänzende Fassade des Immobilienimperiums zu blicken. Sie sprechen mit Weggefährten, Investoren und Insidern, die im Film teilweise fiktionalisiert dargestellt werden. Stück für Stück entsteht so das Bild eines riesigen Wirtschaftsimperiums, das schließlich in sich zusammenbricht. Auch Patricia Aulitzky und Lisa Wagner gehören zur prominenten Besetzung.