Tierisches Gesetz in Wien

Kaufverbot! Für diese Hunde zahlst du 1000 Euro Strafe

Ein Wiener wurde wegen Erwerbs eines qualzuchtbetroffenen Hundes bestraft. Das Gesetz schützt Tiere vor Leiden durch extreme Zuchtmerkmale.
Wien Heute
26.08.2026, 10:55
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Tiere mit Qualzucht-Merkmalen leiden oft an Atemnot, deformierten Körpern und lebenslangen Schmerzen. Trotzdem sind solche Tiere in Österreich immer noch weit verbreitet. Um dem einen Riegel vorzuschieben, gibt es bei uns ein umfassendes Qualzuchtverbot. Das betrifft nicht nur die Zucht, sondern auch den Kauf und die Einfuhr von betroffenen Tieren.

Jetzt wurde in Wien ein Tierhalter zu einer Strafe von etwas mehr als 1.000 Euro verurteilt. Der Mann hatte auf Social Media gepostet, dass er einen Hundewelpen gekauft hat, der offensichtlich Qualzucht-Merkmale zeigt. Daraufhin hat ihn eine Tierschutz-NGO angezeigt.

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Das Verbot im Tierschutzgesetz hat einen guten Grund: Kurze Schnauzen, hervorstehende Augen, extreme Hautfalten oder verformte Gliedmaßen sind nicht einfach "besonders süß" oder "typisch für die Rasse". Für die Tiere bedeutet das oft, dass sie kaum Luft bekommen, sich schwer bewegen können oder ständige Entzündungen und Schmerzen aushalten müssen.

„Kein Tier sollte leiden müssen, nur weil Menschen ein bestimmtes Aussehen schön oder gar belustigend finden. Gesundheit und Lebensqualität müssen wichtiger sein als ein extremes optisches Ideal.“
Eva PersyWiener Tierschutzombudsfrau

Wenn du einen Hund aufnehmen willst, solltest du dich vorher gut informieren. Schau dir die Gesundheit der Elterntiere an, informiere dich über mögliche rassetypische Krankheiten und die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten und gezüchtet werden. Aussagen wie "Das ist bei dieser Rasse eben normal" dürfen kein Grund sein, offensichtliches Leiden zu akzeptieren.

"Jeder Kauf beeinflusst, welche Hunde künftig gezüchtet werden. Wer sich für gesunde Merkmale entscheidet und Zuchten mit leidvollen Extremmerkmalen nicht unterstützt, setzt ein klares Zeichen gegen Qualzucht und erspart sich mögliche rechtliche Konsequenzen", erklärt Eva Persy. In Österreich ist es nämlich verboten, ein Tier mit Qualzuchtsymptomen oder sichtbaren Qualzuchtmerkmalen zu kaufen oder zu importieren. Wer das trotzdem macht, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 7.500 Euro!

Wenn du mehr wissen willst oder Unterstützung brauchst, findest du auf dem neuen Portal der Tierschutzombudsstelle Wien unter www.haustiercheck.at viele Infos und wichtige Tipps für eine verantwortungsvolle Entscheidung.

Übrigens: Wenn du einem Tier ein Zuhause schenken möchtest, denk auch an die vielen Hunde, die bereits im Tierheim auf einen guten Platz warten – darunter sind oft auch sehr junge Hunde. Der Vorteil: Im Tierheim wirst du ohne Verkaufsinteresse beraten.

Was ist eigentlich Qualzucht? Darunter versteht man die Verpaarung von Tieren, die Merkmale aufweisen, die zu Schmerzen, Leiden oder erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Dazu zählen insbesondere extrem kurze Schnauzen (Brachycephalie), stark gefaltete Haut, Fehlstellungen und Einschränkungen beim Bewegungsapparat oder hervorstehende Augen. Bei manchen Rassen – wie Mops, Französische Bulldogge oder Englische Bulldogge – sind diese Merkmale so extrem, dass sie oft zu Leiden und chronischen Gesundheitsproblemen führen. Das ist sogar im Zuchtziel festgelegt. Aber auch bei vielen anderen Rassen ist Qualzucht ein Thema.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.08.2026, 10:55