Wer aktuell eine Reise nach oder durch Italien plant, benötigt starke Nerven: Die italienischen Eisenbahngewerkschaften machen Ernst und rufen zum landesweiten Ausstand auf. Der Streik beginnt am Montag um 21:18 Uhr und dauert bis Dienstagabend um 21:00 Uhr.
Betroffen sind neben der staatlichen Trenitalia auch der private Hochgeschwindigkeitsanbieter Italo sowie regionale Betreiber wie Trenord in der Lombardei.
Sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr – inklusive der Verbindungen (Frecciarossa, Italo) zwischen Metropolen wie Mailand, Rom, Florenz und Neapel – drohen massive Streichungen.
Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen: Die Gewerkschaften fordern spürbare Gehaltsanpassungen zum Teuerungsausgleich, planbarere Dienstzeiten und wirksame Maßnahmen für die Sicherheit des Personals.
Ganz ohne Verbindungen bleibt Italien während des Streiks nicht. Die Bahngesellschaften sind gesetzlich verpflichtet, in den Hauptverkehrszeiten Mindestdienste anzubieten. Das gilt für Dienstagmorgen von 6:00 bis 9:00 Uhr und Dienstagabend von 18:00 bis 21.00 Uhr. In diesen Zeitfenstern verkehren ausgewählte Verbindungen nach einem garantierten Notfahrplan.
Die Bahnbetreiber raten allen Fahrgästen dringend, den aktuellen Status ihres Zuges vorab über die offiziellen Apps oder Websites abzufragen. Bei streikbedingtem Ausfall besteht Anspruch auf eine kostenlose Umbuchung oder die vollständige Erstattung des Ticketpreises.