Minister schaut zu

Strenge Kontrollen – Polizei straft Lkw-Rowdys ab

Bei einem Planquadrat legten Polizisten vor den Augen von Innenminister Karner den Fokus auf den Schwerverkehr und auf fremdenpolizeiliche Agenden.
Michael Rauhofer-Redl
06.07.2026, 22:35
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Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) wohnte einer Schwerverkehrskontrolle und einem fremdenpolizeilichen Planquadrat in Wolfsbach mit. Bei dem Lokalaugenschein machte sich der Politiker selbst ein Bild der polizeilichen Tätigkeiten. In einer Aussendung erklärt der Minister: "Die Sicherheit der Menschen steht im Fokus aller Maßnahmen. Sowohl bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Schleppermafia, aber auch bei den notwendigen Kontrollen im Schwerverkehr“.

Die Kontrolle des Schwerverkehrs sei eine zentrale verkehrspolizeiliche Aufgabe, um Sicherheit auf den österreichischen Straßen zu gewährleisten. Die Bundespolizei nimmt im operativen Bereich diese Aufgabe für die jeweiligen Verkehrsbehörden wahr und bedient sich hierbei mittlerweile modernster Technik. Dadurch konnte in den vergangenen zwei Jahren – seit der Einführung dieser Technik – der Kontrollerfolg maßgeblich gesteigert werden.

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Neues Gesetz in Kraft

Aktuell seien diese Effizienzsteigerungen besonders relevant, heißt es in einer Aussendung des Innenministeriums. Am 1. Juli 2026 wurden EU-weit die Ruhezeit- und Fahrtenschreiberbestimmungen für den Schwerverkehr ausgeweitet. Intelligente Fahrtenschreiber der zweiten Generation (G2V2) sind nun für alle gewerblich genutzten Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,5 bis 3,5 Tonnen im internationalen Verkehr verpflichtend.

Mehr Anzeigen durch "engmaschiges Kontrollnetz"

Seit der Einführung der neuen Kontrollsoftware im Jahr 2024 ist die Zahl der festgestellten Übertretungen deutlich gestiegen. Im Jahr 2025 wurden bei 15.935 Kontrollen insgesamt 83.560 Anzeigen in Niederösterreich erstattet. Rund die Hälfte der Anzeigen sind Übertretungen der Lenk- und Ruhezeiten.

Die neue Software ermöglicht durch erweiterte technische Möglichkeiten eine gezieltere Vorselektion und feinere Detektion von Übertretungen. Dadurch dauern einzelne Kontrollen zwar länger, sind aber deutlich treffsicherer.

Auch fremdenpolizeiliche Agenden im Fokus

Die Verkehrskontrollpunkte in Niederösterreich werden auch für sogenannten fremdenpolizeiliche Planquadrate genutzt. Das Ziel dabei ist, Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung der Schleppermafia zu setzen.

Die Zahl der Aufgriffe an der einst stark belasteten burgenländisch-ungarischen Grenze ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. In der letzten Woche kam es im Burgenland lediglich zu 6 Aufgriffen nach einem illegalen Grenzübertritt. Diese Entwicklung zeigt sich auch in Niederösterreich: keine Schlepperfestnahmen seit Jahresbeginn im Bereich der Westautobahn.

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