Die Zahlen zeigen eine große Herausforderung bei der Integration in den Arbeitsmarkt: Laut dem Statistischen Jahrbuch für Migration und Integration sind rund 40 Prozent der Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak im erwerbsfähigen Alter nicht erwerbstätig.
Besonders hoch ist auch die Arbeitslosigkeit: Bei Syrern ist etwa jeder Dritte arbeitslos gemeldet, bei Afghanen fast jeder Vierte.
Mit dem ab 2027 geplanten Integrationspflichtengesetz will die Bundesregierung gegensteuern. Deutsch lernen, österreichische Grundwerte akzeptieren und sich um Arbeit bemühen – all das soll künftig verbindlich werden. "Wer in Österreich leben will, muss Deutsch lernen, unsere Werte akzeptieren und bereit sein, sich durch Arbeit eine eigenständige Zukunft aufzubauen", betont Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP).
Auch Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) sieht Erwerbsarbeit als entscheidenden Schlüssel zur Integration. Der Arbeitsplatz sei der beste Ort, um Deutsch zu lernen, Kontakte zu knüpfen und in Österreich Fuß zu fassen.
Wer sich den neuen Pflichten verweigert, muss künftig mit Konsequenzen rechnen. Zunächst droht der Verlust der Sozialhilfe, in weiterer Folge sind Geldstrafen von bis zu 5.000 Euro vorgesehen. Die Regierung will damit erreichen, dass mehr Menschen ihren Lebensunterhalt selbst verdienen und dauerhaft am Arbeitsmarkt Fuß fassen.