Fakten-Check zum Klimawandel

Tausende Fake-News - So erkennst du Desinformation

Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch den Klimawandel hat die EU ihr Engagement im Kampf gegen Desinformation verstärkt.
Bernd Watzka
30.01.2026, 14:33
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Die EU zieht die Reißleine: Weil sich online immer mehr Unsinn über den Klimawandel verbreitet, unterstützt Brüssel eine neue Anti-Fake-Offensive. Die Erklärung zur Informationsintegrität beim Klimawandel wurde beim COP30-Gipfel in Belém verabschiedet - ein klares Bekenntnis zu Fakten, Wissenschaft und ehrlicher Klimapolitik.

Fakten, Meinungen, gezielte Desinformation

Laut Eurobarometer 2025 sind 52 Prozent der Europäer unzufrieden mit der Klimaberichterstattung klassischer Medien, 49 Prozent haben Probleme, seriöse Inhalte in sozialen Netzwerken zu erkennen. Die Grenze zwischen Meinung, Verschwörung und gezielter Desinformation verschwimmt zusehends, heißt es.

Bewusst verbreitete Falschnachrichten

Unter Klima-Desinformation versteht man bewusst verbreitete Falschnachrichten über Klimawandel und Klimaschutz - von Verharmlosung bis zur kompletten Leugnung. "Wir leben in einer Welt voller Desinformation", warnt Wopke Hoekstra, Klima-Beauftragter der EU. "Wenn wir die Klimakrise bekämpfen wollen, müssen wir der Wahrheit Raum geben."

Täuschend "echte" Quellen

Um das zu erreichen, startet die EU-Kommission die Kampagne #ClimateFactsMatter. Sie soll sensibilisieren, aufklären und Tricks entlarven. Denn Fakes bedienen sich oft täuschend echter Quellen, selektiver Zahlen oder erfundener "Experten". Eine britische Analyse entlarvte kürzlich 1.000 Artikel mit KI-erfundenen Klima-"Fachleuten". Insgesamt schwirren zig Tausende Fake-News zum Thema Klima im Internet herum.

Wie du Desinformation zur Klimakrise erkennst

  • Prüfe immer mehrere seriöse Quellen
  • Sei skeptisch bei Beiträgen, die sofort Wut oder Angst auslösen.
  • Misstraue Beiträgen mit "einfachen Lösungen" für komplexe Probleme.
  • Forsche nach: Stimmen Bild, Zitat oder angeblicher Experte?

Künstliche Intelligenz verschärft Fake-News-Problem

Auch KI ist ein Problem: Fake-Bilder verbreiten sich rasend schnell. Tipp: Bild vergrößern, Details prüfen, Rückwärtssuche starten. Wer unsicher ist, greift am besten auf Faktenchecker wie EuroClimateCheck zurück. Fakt ist: Klimaschutz braucht keine "Wahrheiten light" - sondern echte Fakten, kritisches Denken und einen kühlen Kopf im Netz.

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