Beim britischen Ölkonzern BP sind die Gewinne zum Jahresauftakt um unglaubliche 132 Prozent gestiegen. Das bereinigte Ergebnis legte demnach im ersten Quartal auf 3,2 Milliarden Dollar zu – nach "nur" 1,38 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Selbst Finanzexperten hatten im Schnitt nur mit 2,67 Milliarden Dollar gerechnet.
Auslöser dafür sind unter anderem die Spannungen im Nahen Osten. Wegen des Iran-Kriegs und Problemen auf wichtigen Schifffahrtsrouten gerieten Öllieferungen ins Stocken. Das trieb die Preise nach oben – und sorgte bei BP für ein starkes Handelsgeschäft.
Nicht überall lief es aber rund. Die Sparten Gas und kohlenstoffarme Energie sowie die Ölförderung blieben leicht hinter den Erwartungen zurück. Zudem stieg die Nettoverschuldung auf 25,3 Milliarden Dollar, nach gut 22 Milliarden Dollar im Vorquartal.
"Wir sind auf dem richtigen Weg", sagte die neue BP-Chefin Meg O'Neill. Für das laufende Jahr stellt sie sich aber auf eine geringere Förderproduktion ein. Auch die Margen bei Kraftstoffen dürften weiter stark von Lieferkosten und der Lage im Nahen Osten abhängen.