Obwohl Spanien ja eigentlich nicht unbedingt zu den "tierlieben" Ländern zählt - man nehme nur die Galgos, oder die Stierkämpfe - haben sie offenbar doch ziemlich strenge Gesetze betreffend des Ozeans vor der Haustür. Ein Berufsfischer holte zwei Blauflossen-Thunfische mit einem Gesamtgewicht von etwa 400 Kilogramm aus dem Wasser, ohne dafür eine spezielle Genehmigung zu haben. Nun droht eine Strafe von bis zu 600.000 Euro!
Kontrolliert wurden die zwei begehrten Speisefische bereits in einer Fisch-Auktionshalle, wo diverse Papiere fehlten, denn immerhin sind in der EU strenge Vorgaben wie Fangquoten, Auslauf- und Einlaufzeiten des Fischkutters oder Genehmigungen für den Fang geschützter Tiere zu erfüllen. Da keinem Punkt entsprochen werden konnte, drohen dem Fischer jetzt gewaltig hohe Strafen vonseiten des Umweltschutzdienstes "Guardia Civil".
Abgesehen von einer drohenden Sperre für seine Fischereilizenz, muss der Wilderer jetzt mit empfindlichen Strafen rechnen. Bei massiven Verstößen können gut und gerne bis zu 600.000 Euro als Strafe eingehoben werden. Die Thunfische sollen aber zumindest nicht umsonst gestorben sein und nach der Lebensmittelkontrolle an soziale Einrichtungen gespendet werden.
Die Höhe der Strafen hat aber in den vergangenen Jahren seine Wirkung nicht verfehlt, denn die Population des Blauflossen-Thunfisches erholt sich langsam aber stetig, was nur auf die strengen Schutzmaßnahmen zurückzuführen ist.