Bluttat in Kumberg

Tochter (8) erstochen – Familienvater sagt jetzt ALLES

Ein 37-jähriger Familienvater soll in Kumberg seine 8-jährige Tochter mit einem Küchenmesser erstochen haben. Nun enthüllt die Polizei neue Details.
André Wilding
19.08.2026, 12:30
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Der 37-Jährige wurde in den Vormittagsstunden des 19. August in den Hafträumen des Polizeianhaltezentrums Graz formell zur Tat einvernommen. Er zeigte sich umfassend geständig. Er gab an, dass er aufgrund von Streitigkeiten mit seiner Partnerin Suizid begehen und seine achtjährige Tochter "mitnehmen" habe wollen.

Tathergang

Der 37-Jährige dürfte sich in das Kinderzimmer begeben und mit einem Küchenmesser der schlafenden Tochter die tödlichen Verletzungen zugefügt haben. Danach dürfte er sich ins Badezimmer begeben und sich zu suizidieren versucht haben. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde im besagten Badezimmer sichergestellt und wird nun kriminaltechnisch untersucht.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Obduktion

Bei der gerichtlich angeordneten Obduktion am Nachmittag des 18. August 2026 wurde als Todesursache der Achtjährigen massiver Blutverlust in Folge von schweren Verletzungen am Hals festgestellt.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Die Ergebnisse der Obduktion decken sich mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen.

In dem Ort nur wenige Kilometer von Graz entfernt war es am Montagabend zu der tödlichen Messerattacke auf ein achtjähriges Mädchen gekommen. Gegen 22.45 Uhr wurde die Polizei über die Landesleitstelle des Roten Kreuzes alarmiert. Demnach soll ein Vater in einem Wohnhaus im Ortskern seine Tochter attackiert haben.

Mehrere Polizeistreifen rückten sofort zum Einsatzort aus. Dort fanden die Beamten den Mann im Badezimmer. Er wies schwere Schnittverletzungen auf, die laut bisherigen Erkenntnissen von einem Suizidversuch stammen dürften.

Achtjährige verstirbt im Spital

Für die Tochter kam jede Hilfe zu spät. Das achtjährige Mädchen hatte schwere Schnitt- und Stichverletzungen erlitten. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde das Kind in das Landeskrankenhaus Graz gebracht Trotz aller medizinischen Bemühungen starb die Achtjährige wenig später an ihren schweren Verletzungen.

Auch der tatverdächtige Vater wurde zunächst in einem Krankenhaus behandelt. Anschließend nahmen ihn die Beamten fest und brachten ihn in ein Polizeianhaltezentrum.

Mutter war während Tat im Haus

Das Landeskriminalamt Steiermark hat die Ermittlungen übernommen.  Ein japanisches Küchenmesser, bei dem es sich um die mutmaßliche Tatwaffe handeln soll, wurde sichergestellt.

Besonders erschütternd: Die Mutter des Mädchens befand sich zum Zeitpunkt der Tat ebenfalls im Haus. Sie blieb körperlich unverletzt und wird laut Polizei psychologisch betreut.

Polizeisprecher Fritz Grundnig bestätigte, dass sich noch weitere Menschen im Gebäude befunden haben: "Es waren, so viel kann ich derzeit sagen, mehrere Personen während der Tat anwesend." Ob und in welchem Ausmaß sie die Tat unmittelbar mitansehen mussten, werde noch ermittelt. Nach "Heute"-Informationen war die Schwester des getöteten Mädchens und die Mutter anwesend.

Familie galt als gut integriert

In dem Wohnhaus leben laut Angaben aus der Gemeinde seit rund zehn Jahren zwei Familien. Dabei handelt es sich um Zwillingsbrüder, ihre beiden Frauen und insgesamt fünf Kinder.

Kumbergs Vizebürgermeisterin Alexandra Pirker zeigte sich angesichts der Tat fassungslos. Sie kenne die Familie seit mehreren Jahren. Diese sei im Ort gut integriert gewesen und auch bei Veranstaltungen anzutreffen gewesen.

"Sie sind nie ungut aufgefallen, ganz im Gegenteil. Es ist einfach unverständlich", so Pirker.

Der Tatverdächtige wird über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz in die Justizanstalt Jakomini eingeliefert. Weitere Erhebungen folgen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 19.08.2026, 12:51, 19.08.2026, 12:30