Zehn Jahre lang fehlte jede Spur – bis Taucher heuer im Lipno-Stausee in Tschechien einen Pkw entdeckten. Im Inneren: die sterblichen Überreste jener zwei Freunde aus dem Mühlviertel, die seit September 2015 als vermisst galten. DNA-Tests brachten später die bittere Gewissheit.
Freitag, 11. September 2015 – 17.00 Uhr: Die beiden Abgängigen bekommen Besuch von Freunden, die sie wahrscheinlich gegen Mitternacht verabschieden.
Samstag, 12. September 2015 – 0.57 Uhr: Maximilian B. ruft eine Freundin an und lädt sie ein, auf ein Getränk vorbei zu schauen. Diese lehnt ab.
Samstag, 12. September 2015 – 1.41 Uhr: Maximilian B. versucht ein zweites Mal, die Freundin auf einen Drink zu überreden. Diese schläft aber vermutlich bereits.
Samstag, 12. September 2015 – kurz vor 2 Uhr: Die Abgängigen versuchen telefonisch, ein Taxi zu ordern – jedoch ist keines verfügbar.
Samstag, 12. September 2015 – etwa 02.30 Uhr: Die Abgängigen fahren möglichweise (nicht gesichert) mit dem Fahrzeug von B., einem silbergrauen Citroën BX (Baujahr 1987) auf der Böhmerwald-Bundesstraße in Bad Leonfelden in Richtung Tschechien.
(Quelle: oesterreichfindeteuch.at)
Jetzt ist wohl auch der letzte offene Punkt in den Ermittlungen geklärt – und damit wird der Fall bald offiziell abgeschlossen: Die Ergebnisse einer toxikologischen Untersuchung liegen jetzt vor.
Demnach konnten bei den sterblichen Überresten der beiden Oberösterreicher weder Spuren von Drogen, noch Medikamenten oder Alkohol nachgewiesen werden. Der Chef des Landeskriminalamts OÖ, Gottfried Mitterlehner, bestätigte gegenüber den "OÖN", dass damit das letzte ausständige Gutachten abgeschlossen sei.
"Wir haben nun die Staatsanwaltschaft darüber in Kenntnis gesetzt", wird er zitiert. Weil es keine Hinweise auf Fremdverschulden gibt, gehen die tschechischen Behörden von einem Unfall aus. "Damit setzen auch wir nun einen seriösen Schlussstrich", so Mitterlehner.