Drei Menschen starben, insgesamt 32 erkrankten: Der Legionellen-Ausbruch im Großraum Linz beschäftigt jetzt auch die Justiz. Wie die "Krone" berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen und die Polizei damit beauftragt.
Den Anstoß gab die Anzeige eines Hinterbliebenen: Der Sohn einer 81-Jährigen, die Mitte August in Linz gestorben war, hatte sich an die Polizei gewandt. Die Staatsanwaltschaft prüfte zunächst, ob ein Anfangsverdacht vorliegt.
Nun folgt das Ermittlungsverfahren. Dieses richtet sich ausdrücklich gegen unbekannt, nicht gegen den städtischen Versorger Linz AG. Bei der Suche nach dem Ursprung des Ausbruchs war eine Kühlanlage des Unternehmens in den Fokus geraten.
Dort fanden Fachleute denselben Bakterienstamm wie bei einem Erkrankten. Auch die Verteilung der Fälle und erste Auswertungen der Luftströmungen sprechen laut Gesundheitsbehörden für einen Zusammenhang. Endgültig geklärt ist die Infektionsquelle aber noch nicht.
Die Linz AG ließ die betroffene Anlage reinigen, desinfizieren und auf Trockenbetrieb umstellen. Dadurch sei dort keine Legionellenbildung mehr möglich, erklärte das Unternehmen. Bei der umfangreichen Suche hatten die Behörden auch in anderen Kühlanlagen Legionellen entdeckt.
Ein positiver Befund allein belegt allerdings noch keinen Zusammenhang mit der Erkrankungsserie. Neben der 81-Jährigen starben ein 56-Jähriger und ein 89-Jähriger im Zusammenhang mit dem Ausbruch.